Zwischen Weihnachtsstimmung und Kaufzurückhaltung: Das bewegt die Händler in der Region
Shownotes
Kaufzurückhaltung, fehlende Parkplätze und Online-Konkurrenz: Der stationäre Einzelhandel in der Region Stuttgart steht vor vielen Herausforderungen. Wie schaut Thomas Breuninger, der Geschäftsführer des 300 Jahre alten Haushaltswarengeschäfts Tritschler in Stuttgart, auf die Situation?
Er spricht mit Susanne Herre und Martin Hoffmann in der ersten Folge von 178k – dem Wirtschaftspodcast der IHK Region Stuttgart darüber, was er sich von der Stadt Stuttgart als Unterstützung für den Handel wünscht und weshalb es immer schwieriger wird, passende Auszubildende zu finden. Und er weiß, wer an Heiligabend noch kurzfristig in den Laden kommt und warum diese Geschenke meist besonders gut ankommen.
Davor sind Susanne Herre und Martin Hoffmann auf dem Weihnachtsmarkt in Stuttgart unterwegs. Warum die Händler dort optimistisch auf das Weihnachtsgeschäft blicken, erfahren die beiden in der ersten Folge von 178k.
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00:00:04: Sander sagt mal rot oder weiß, was ist dir lieber?
00:00:07: Also klar, rot, wobei nur ganz wenig, weil wir müssen ja noch arbeiten.
00:00:11: Und ja, David, herzlich willkommen zur ersten Folge von onehundert achtundsitzig K. Wir sind auf dem Stuttgarter Weihnachtsmarkt unterwegs.
00:00:17: Ja, und wir stehen jetzt hier.
00:00:20: Es wird dunkel im Moment und es ist richtig schön weihnachtlich.
00:00:24: Also ich krieg richtig Weihnachtsgefühle, macht total Spaß und es duftet wunderbar.
00:00:29: Weihnachtszeit ist ja immer auch ein gutes Stimmungsbild, wie es den Leuten geht, wie viel Geld die so in der Tasche auch haben und wie es der Wirtschaft geht.
00:00:37: Und das machen wir heute auch.
00:00:38: Also wir holen einmal so ein kleines Stimmungsbild ein bisschen ein.
00:00:43: Wir sprechen also mit verschiedenen Standbetreiberinnen und Betreibern, was sie in den nächsten Wochen, also in der Adventszeit, erwarten.
00:00:49: Und danach geht es zu Thomas Preuninger, er ist Geschäftsführer von Tritschler.
00:00:52: Tritschler kennen wahrscheinlich auch die meisten von euch.
00:00:55: Alles rund um Haushalt, fünf Standorte insgesamt, zwei in der Stuttgarter Innenstadt.
00:00:59: Und der Einzelhandel, der hat es ja momentan wirklich schwer, um mal so ein paar Themen zu nennen, also Onlinehandel als Konkurrenz, Beratungsklau, Hürokratie, wirtschaftliche Lage allgemein und natürlich Kaufkraft auch.
00:01:11: Der Leute, alles ist schwierig gerade und da wollen wir natürlich wissen, wie er sich aufgestellt hat.
00:01:16: Susanne, du bist ja das Hauptgeschäftsführer in der IHK Riga und Stuttgart, mehrmals die Woche auch bei Unternehmen unterwegs.
00:01:21: Und die IHK macht ja regelmäßig auch Konjunkturumfragen.
00:01:25: Wie bewerten denn die Unternehmen hier im Raum Stuttgart die aktuelle Lage?
00:01:29: Im Moment ist es schwierig.
00:01:31: So schwierig wie schon lange nicht mehr.
00:01:33: Und zwar über alle Branchen hinweg.
00:01:35: Industrie schwächelt enorm.
00:01:37: Aber insbesondere auch der Handel, der Einzelhandel.
00:01:40: Vierzig Prozent der Händler beurteilen ihre Lage als schlecht.
00:01:44: und beklagen auch die Kaufzurückhaltung.
00:01:47: Deswegen bin ich sehr, sehr gespannt, was uns nachher Herr Bräuninger auch dazu erzählen wird und vielleicht auch auf die Stimmen, die wir hier auf dem Weihnachtsmarkt führen zum Stadt von dem Geschäft.
00:01:57: Genau, neben den Stimmen hier auf dem Weihnachtsmarkt haben wir noch was zu erledigen.
00:02:01: Wir brauchen nämlich noch ein Beschenk, ein kleines Mitbringse für den Herr Bräuninger und es ist gar nicht so einfach.
00:02:07: Was könnte man da nehmen?
00:02:08: Hast du eine Idee zufällig?
00:02:09: Ich glaube, der hat so viel bei sich.
00:02:11: Ich würde was zum Essen mitnehmen und für mich gehören jetzt gebrannte Mandeln zum Weihnachtsmarkt.
00:02:17: Lass uns auch einfach gebrannte Mandeln dann auch mitnehmen.
00:02:20: Und wenn wir an so einem Stand sind, vielleicht können wir uns auch ein bisschen durchprobieren.
00:02:22: Unbedingt, es gibt ja auch manchmal gebrannte Erdnüsse.
00:02:25: Vielleicht wäre das auch noch was.
00:02:26: Irgendwas gebranntes.
00:02:41: Wir machen heute unseren ersten IHK-Podcast und starten auf dem Weihnachtsmarkt und wollen wissen, im Moment ist die Situation schwierig, was sie vom Weihnachtsgeschäft erwarten und wie es eigentlich losgegangen ist.
00:02:54: Also der Eindruck hier war gerade mal, es geht ziemlich zu bei ihnen.
00:02:57: Wer ja super, ist
00:02:58: es so?
00:02:59: Ihr habt einen guten Moment erwischt tatsächlich, aber ich glaube, wir haben einfach tolle Produkte und wir versuchen auch, das aktiv zu gestalten.
00:03:05: Das heißt, wir arbeiten hier mit Duftmarketing.
00:03:07: Das heißt, ich sprühe relativ viel Zirbel und das hält die Leute einfach auf.
00:03:11: Und ich glaube, man muss einfach ein bisschen mehr machen, als nur im Stand stehen und passiv sein.
00:03:15: Und das versuchen wir hier.
00:03:16: Und haben Sie jetzt eine positive Stimmung für diesen Advent oder sind Sie eher kritisch?
00:03:21: Also ich
00:03:22: persönlich habe immer eine positive Stimmung, weil ich einfach ein sehr positiver Mensch bin.
00:03:24: Und ich glaube, wir haben tolle Produkte.
00:03:26: Wir haben aber auch eine sehr lange Familienhistorie, muss man sagen.
00:03:28: Wir sind nächstes Jahr, zwanzig, sechsundzwanzig, haben wir das siebzigjährige Jubiläum.
00:03:32: Wir sind seit siebzig Jahren am Weihnachtsmarkt stand.
00:03:34: Wir sind jetzt in der dritten Generation.
00:03:36: Das
00:03:36: ist super, weil Tradition passt zu unserem Gast nachher, der Herr Bräuninger.
00:03:40: von Tritschler, dreihundert Jahre.
00:03:43: Und sie müssen uns jetzt unbedingt noch verraten, wie sie heißen.
00:03:47: Mein Name ist Achim Schöbinger.
00:03:48: Ich bin von der Firma Hyrol.
00:03:49: Wir kommen aus Alfdorf, so hier im Umland von Stuttgart.
00:03:52: Vielen Dank.
00:03:53: Danke für die Leiterkeit.
00:03:54: Vielen Dank.
00:03:55: Vielen Dank für den Besuch.
00:03:56: Und
00:03:56: gutes Weihnachtsgeschäft.
00:03:57: Vielen Dank.
00:03:58: Wir tun alles dafür.
00:04:05: Das war ja schon sehr positiv, was wir gerade alles gehört haben.
00:04:08: Wie ist so dein Eindruck?
00:04:10: Ja, fast überraschend positiv.
00:04:12: Das passt nicht zu allem, was ich sonst zu höre.
00:04:14: Und deswegen bin ich jetzt super gespannt, was Herr Bräuninger uns erzählen wird.
00:04:18: Ich muss gestehen, ich jetzt auch nicht so vermutet.
00:04:20: Und wie du sagst, Herr Bräuninger, ich gucke mal kurz, wir haben jetzt gleich den Termin.
00:04:25: Ja, dann gehen wir mal zu Tritschler, will
00:04:27: ich sagen.
00:04:27: Ja, das machen wir unbedingt, freue mich drauf.
00:04:29: Hallo!
00:04:32: Herr Freundinger, schön Sie zu sehen.
00:04:34: Herr
00:04:35: Freundinger, hallo!
00:04:38: Danke, dass wir hier sein dürfen.
00:04:39: Ja, schön.
00:04:39: Herzlich willkommen.
00:04:40: Ich freue mich, dass Sie hier sind.
00:04:41: Die wichtigste Zeit des Jahres für uns.
00:04:43: Ja, ja.
00:04:44: Den begonnenen Weihnachtsmarkt ganz toll.
00:04:47: Und einiges los auch hier drin.
00:04:49: Ja, das muss jetzt schon sein.
00:04:51: Wo können wir am besten hingehen?
00:04:52: Wo können wir uns unterhalten?
00:04:52: Ich denke, wir gehen in den vierten Stock, in unsere Kochschule und wir können durchs Haus laufen und zeige hin ein bisschen was.
00:04:57: Super, machen wir gerne.
00:05:00: Jetzt kommen wir
00:05:03: in unseren vierten Stock nach oben und da befindet sich unsere Kochschule.
00:05:10: Herr Elzüffer ist der Chef unserer Kochschule und auch der Mitgesellschaft der dieser Kochschule.
00:05:14: Die haben wir mit ihm zusammen.
00:05:15: Und er ist auch da.
00:05:17: Herr Elzüffer, hallo.
00:05:19: Schön, dass wir bei Ihnen an der Küche oder in der Küche sein dürfen.
00:05:21: Wir freuen uns, danke.
00:05:23: Wir haben gerade drüber gesprochen beim Hochgehen.
00:05:26: Sie machen noch andere Sachen außer Maultaschen, weil es wurde sehr von ihren Maultaschen beschwärmt.
00:05:30: Susanne hat auch schon gesagt nachgezogen.
00:05:31: Also mehrfach normale Maultaschen, lax Maultaschen und das ist der absolute Hit.
00:05:37: Man kommt überall perfekt an.
00:05:39: Also
00:05:40: Maultaschen sind legendär, wie vieles andere.
00:05:43: Nein, ich selber mache vierunddreißig Kursthemen und alle geschlossenen Veranstaltungen.
00:05:46: Wir haben noch elf Gastköche und Köche, die ihre Länderköche machen.
00:05:50: Für uns gibt es ganz viel, ja.
00:05:51: Darf ich Sie denn auf eine Tasse Kaffee einladen?
00:05:53: Sehr gerne.
00:05:57: Sie dürfen gerne auch von den Praliniern nehmen, die hat Herr Ilsever selber gemacht.
00:06:00: Und ich glaube, wenn die nicht leer sind nachher, dann dürfen sie nicht raus.
00:06:04: Vielen Dank für die kleine Führung.
00:06:05: schon, Herr Bräuninger.
00:06:07: Und wir würden natürlich Sie jetzt gerne auch noch ein bisschen kennenlernen.
00:06:11: Ich bin ja Alte Stuttgarterin und habe sehr wohl verfolgt, drei Hundert Jahre Tritschler vor zwei Jahren.
00:06:17: Tritschler, Meyer und jetzt Bräuninger.
00:06:21: Sie sind Geschäftsführer seit ... Ja.
00:06:22: ... seit ... ... seit ... ... seit ... ... seit ... ... seit ... ... seit ... ... seit ... ... seit ... ...
00:06:25: seit ... ... seit ... ... seit ... ... seit ... ... seit ... ... seit ... ... seit ... ... seit ... ... seit ... ... seit ... ... seit ... ... seit ... ... seit ... ... seit ... ... seit ... ... seit ... ... seit ... ... seit ... ... seit ... ... seit ... ... seit ... ... seit ... ... seit ... ... seit ... ... seit ... ... seit ... ... seit ... ... seit ... ... seit ... ... seit ... ... seit ... ... seit ... ... seit ... ... seit ... ... seit ... ... seit ... ... seit ... ... seit ... ... seit ... ... seit ... ... seit ... ... seit ... ... seit ... ... seit ... ... seit ... ... seit ... ... seit ... ... seit ... ... seit ... ... seit ... ... seit ... ... seit ... ... seit ... ... seit ... ... seit ... ... seit ... ... seit ... ... seit ... ... seit ... ... seit ... ... seit ... ... seit ... ... seit ... ... Gedanken gemacht, wie das weitergehen soll mit dem Unternehmen und wusste, dass mein Vater schon lange einen guten Job gemacht hatte, kannte mich ein bisschen, hatte die Hoffnung, dass ich vielleicht das auch mal machen würde und hat sich dann für diesen Weg entschieden, hat auch noch eine Stiftung gegründet, die heute auch Gesellschaft darin unseres Unternehmens ist und die sich um alten Hilfe hier in Stuttgart kümmert.
00:07:16: Und so ist das entstanden, so bin ich herzubekommen.
00:07:18: War für Sie persönlich auch immer klar, dass Sie hier einsteigen?
00:07:21: Oder was haben Sie gemacht, bevor Sie in dem Jahr?
00:07:24: Ja,
00:07:24: ja, überhaupt nicht.
00:07:26: Das war auch nie, es gab auch diesen Druck eigentlich nicht.
00:07:30: Auch diese Gesellschaftenrolle meines Vaters kam erst, als ich schon volljährig war auf jeden Fall.
00:07:35: Aber ich hab schon gemerkt, dass das Unternehmen ihm sehr am Herzen liegt und dass das wichtig war.
00:07:41: durfte ihn auch und zu besuchen und fand es spannend hier, aber eben spannend so die Rolltreppe dann in die falsche Richtung, die Rolltreppe gab es hier früher mal, die Rolltreppe in die falsche Richtung zu laufen.
00:07:51: In den neunziger Jahren kam dann das Thema auf, da habe ich gerade Jura studiert und habe mein Studium fertig gemacht, habe mir ein bisschen den Anwaltsberuf angeschaut und auch hier reingeschaut und habe dann für mich entschieden, dass mir das hier gefällt mit den Möglichkeiten, die das Ganze bietet und mit der Chance, das Ganze weiterzuentwickeln.
00:08:14: Gut, also ich meine, Jura ist ja heute für alles gut, ja, mit der ganzen Bürokratie.
00:08:19: Und da ist es vielleicht ein guter Ausgangspunkt gewesen.
00:08:22: Aber ist es nicht auch eine große Verantwortung, so ein dreihundert Jahre altes Unternehmen zu übernehmen?
00:08:28: Das steht ja auch für Werte, die ja über Jahrhunderte gewachsen sind.
00:08:31: Ja, total.
00:08:33: Hier in unserem Unternehmen, also die Tradition, natürlich diese dreihundert zwei Jahre hier am Stuttgart am Marktplatz.
00:08:42: Das muss man sich mal so wirklich vor Augen
00:08:44: führen.
00:08:45: Das
00:08:45: gibt's heute.
00:08:46: Gar nicht mehr eigentlich.
00:08:47: Ja, und tatsächlich auch hier.
00:08:48: Also Michael Tritschler hat das Unternehmen hier am Stuttgarter Marktplatz gegründet.
00:08:52: Der hat seine Gläser im Schwarzwald gemacht und hat die dann hierher getragen nach Stuttgart und sie hier in den Stuttgarter Marktplatz verkauft und durfte sich dann ... ... und ein stationäres Geschäft eröffnen.
00:09:03: Und das ist natürlich ein wichtiger Wert für uns Tradition und Verbundenheit mit der Stadt und dem Standort.
00:09:09: Und was uns zur ersten Adresse für ... Kochen, Tischkulturen, Lifestyle gemacht hat, ist natürlich die Sortimente immer weiter zu entwickeln, entsprechend der Interessen unserer Kunden und vor allem unsere Mitarbeiter, unsere Ziele mit Freundlichkeit, Aufmerksamkeit und Ratungsqualität zu glänzen und unsere Kunden zufrieden zu stellen, weil ich glaube jeder, der stationär einkaufen geht, kauft.
00:09:37: Am Ende da wieder ein, wo er sich am Wohlsten fühlt und wo die Menschen am nettesten sind, denen er da begegnet.
00:09:43: Natürlich sollten die sich auskennen und das drumherum muss passen, aber die Menschen... spielen im Fluss die entscheidende Rolle.
00:09:50: Wir haben ihn auch vom Weihnachtsmarkt erwarnen.
00:09:52: Wir haben nämlich gerade was mitgebracht, weil das so typisch ist.
00:09:55: Und weil es da dann nach riecht, haben wir gedacht, haben wir als kleines Dankeschön für heute in einem gebrannten Mandeln mitgebracht.
00:10:01: Ja, perfekt.
00:10:02: Hoffentlich mögen Sie die, oder das wird das ... Also, Sie können es weiterverschenken, umtauschen geht nicht mehr.
00:10:07: Ich
00:10:07: guck mal super, Herr Ilzhofer, nicht, dass er das mitkriegt, dass wir das jetzt neben seine Pralinen stellen, also ... Genau, weil das ist Teil so ein bisschen ... Vorher von dem Podcast, dass wir immer auch was Kleines mitbringen.
00:10:18: Und wir werden dann nachher auch noch mal drüber sprechen, weil für die nächste Folge brauchen wir auch noch ein Geschenk.
00:10:22: Das werden wir mit Ihnen zusammen machen.
00:10:24: Wissen Sie noch gar nicht, aber wir haben schon so ein bisschen was ausgeguckt bei Ihnen.
00:10:29: Wir sind ja gerade vom Weihnachtsmarkt gekommen.
00:10:31: Wenn wir jetzt auf das kommende Weihnachtsgeschäft blicken, mit welchen Erwartungen gehen Sie daran?
00:10:38: Mit welchen Erwartungen gehen Sie an die nächsten Wochen?
00:10:40: Also, die Zeitung liest, könnte man sich ja Sorgen machen oder muss man sich vielleicht Sorgen machen.
00:10:46: Wir sind eigentlich ganz zuversichtlich.
00:10:47: Wir haben über die vielen Jahrhunderte oder über die vielen Jahre, die ich das jetzt auch schon überblicke, gelernt, dass gerade in schwierigen Zeiten, wo man in einem sehr bewegten Umfeld lebt, das zu Hause ein ganz, ganz wichtiger Platz ist und das Wohlfühlen zu Hause eine große Rolle spielt.
00:11:09: Und da haben wir eben extrem viel zu bieten.
00:11:12: Und deswegen gehen wir davon aus, dass auch viele unsere Kunden und viele der Stuttgarter hier bei uns einkaufen werden und was finden werden.
00:11:20: Und deswegen gehen wir ganz zuversichtlich ins Weihnachtsgeschäft.
00:11:22: Man sagt ja schon und das sehen wir auch an den Frequenzzahlen, die wir messen, dass schon dieses Samstag vor dem Advent wichtige Indikatoren sind.
00:11:33: Was würden Sie sagen, wenn Sie jetzt gucken, ist es gut angelaufen tatsächlich das Weihnachtsgeschäft?
00:11:38: Also ist der Optimismus auch begründet?
00:11:40: Also bisher toll, toll, toll ist es so, dass der November jetzt ganz gut ist.
00:11:46: Wir schauen immer auf den Kalender oder müssen auf den Kalenders schauen.
00:11:49: Wir haben jetzt in diesem November einen Samstag weniger als im letzten Jahr.
00:11:53: Der
00:11:53: erste November, ja.
00:11:54: Das heißt,
00:11:55: das merkt man dann auch direkt am Monatsumsatz?
00:11:58: Ja, aber wenn wir die ... Tage jetzt miteinander vergleichen sind wir wirklich zufrieden.
00:12:03: Liegen da an allen Standorten fast alle Tage über dem Vorjahr und das macht uns schon zuversichtlich jetzt für die vor uns liegenden Tage.
00:12:14: Ist das eigentlich, also es interessiert mich wirklich, wenn wir wissen, dass die Frequenz, dreißig Prozent höher ist an einem Adventsamstag.
00:12:24: Messen Sie das proportional im Umsatz?
00:12:26: Also wird ja wahrscheinlich dreißig Prozent mehr Umsatz sein.
00:12:29: Oder doch ist das sogar mehr?
00:12:31: Es ist mehr.
00:12:32: Es liegt aber auch im Sortiment.
00:12:34: Wir gehören zu den Branchen, die ein besonders hohen Umsatzanteil im Weihnachtsgeschäft machen.
00:12:39: Da wird einfach von denen, die in der Stadt sind, viel mehr eingekauft.
00:12:42: Aber wir haben auch höhere Bonds im Weihnachtsgeschäft.
00:12:46: Aber wir brauchen diese höhere Frequenz.
00:12:48: Das heißt, dass Sie haben höhere Bonds?
00:12:51: Im Weihnachtsgeschäft Kauf wird pro Kunde mehr Geld ausgegeben beim einzelnen Einkauf.
00:12:56: Wenn wir über den Einzelhandel sprechen, dann gibt es verschiedene Grundvoraussetzungen.
00:13:00: Zum Beispiel Sicherheit, Sauberkeit, Erreichbarkeit, solche Grundvoraussetzungen, dass Einzelhandel funktionieren kann.
00:13:07: Wie nehmen Sie das hier in Stuttgart wahr?
00:13:09: Das sind in der Tat ganz wichtige Punkte, die eine Stadt für Kunden attraktiv oder weniger attraktiv machen.
00:13:18: Und wenn ich ... den Vergleich ziehe auch zu unseren Kollegen mit Geschäften unserer Branche, die in anderen Städten ihre Läden haben, ob das Frankfurt, Hannover, Hamburg, München ist.
00:13:30: Da glaube ich, dass wir in Stuttgart im Moment in den letzten Jahren und leider immer noch sehr viele Themen haben, die hier schlechter sind als in anderen Städten.
00:13:40: Also das geht bei den Baustellen los, die uns bestimmt in je nachdem zehn, fünf bis zwanzig Jahren ein ganz attraktives Stuttgart bescheren werden.
00:13:50: Aber es sind sehr viele gleichzeitig und die Zielrichtung ist eben auch so, dass die Erreichbarkeit extrem leidet.
00:13:58: Begonnen natürlich am Hauptbahnhof, so wie man in die Stadt reinkommt, wenn man mit dem Zug nach Stuttgart kommt.
00:14:06: Stammstrecken, Sperrungen im Sommer, S-Bahn-Station, Innenstadt, einfach viele Kunden kommen mit der S-Bahn zum Einkaufen nach Stuttgart.
00:14:15: Ein nicht perfekter öffentlicher Nahverkehr, was Busse und Stadtbahnen angeht.
00:14:22: Bei gleichzeltigem Versuch, den Autoverkehr in der Innenstadt zu verhindern.
00:14:25: Und wir wissen nun mal, dass die Kunden, die zu uns kommen und die Kunden, die jetzt zerbrechliche Dinge kaufen, die teilweise auch größer sind und einen höheren Wert haben, dass die einfach gerne im Moment noch mit ihrem Auto zum Einkaufen fahren und ihre Einkaufstüte sicher in ihrem Kofferraum heimtransportieren wollen.
00:14:42: Und wenn da Parkplätze verschwinden in der Innenstadt, wenn Parkhäuser abgerissen werden, wenn die Wege vom Parkhaus zu unserem Laden oder zum Marktplatz abgerissen werden, eine Unterführung gesperrt wird, ohne dass ein Ersatz geschaffen wird, dann ist das für uns schwierig und das spüren wir ganz bestimmt.
00:15:04: Man kann nie sagen, also wir hatten Anfang des Jahres extrem niedrige Frequenzen und Kundensahlen hier am Marktplatz.
00:15:13: Diese Dinge hängen miteinander zusammen, ganz bestimmt.
00:15:16: Also
00:15:16: man könnte doch sagen, das habe ich mich nämlich schon oft gefragt.
00:15:19: Ich gucke da auch gerade drauf.
00:15:22: Es muss eine relativ lange Baustelle sein, bis das Bräuninger Parkhaus wieder steht.
00:15:26: Ein kleiner Steg hätte ja auch geholfen, oder?
00:15:29: Absolut.
00:15:30: Wir gucken gerade hier am Bräuninger vorbei, quasi Richtung Hauptstädterstraße.
00:15:37: Weil das ist sehr abgeschottet.
00:15:40: Und wir sehen auch genau den Hauptlaufweg, der ganz viele Menschen vom Bräuninger Parkhaus und vom Züblin Parkhaus, das dahinter ist und vom Bodenviertel und von der Rathaus-Haltestelle, an den Marktplatz und zu uns ins Geschäft gebracht hat.
00:15:55: Und da läuft jetzt keiner, ne?
00:15:56: Also, es werden wir jetzt auch gerade.
00:15:58: Der Weihnachtsmarkt ist relativ voll schon.
00:16:00: Aber dahinten läuft wirklich niemand.
00:16:01: Wo wir jetzt hinschauen, ist leer.
00:16:03: Und das ist normalerweise die Hauptachse, wie man herläuft.
00:16:06: Da läuft man auf unser Geschäft zu.
00:16:07: Deswegen, wir leiden da drunter.
00:16:09: Und ich bin heute aus der Richtung gekommen.
00:16:12: Man läuft über die mehrspurige Straße, die auch mehrfach unterbrochen ist durch ... Die Ampen sind inzwischen synchronisiert.
00:16:23: Man hat sehr viel Zeit verbracht auf diesen kleinen Inseln.
00:16:26: Ich habe auch schon viel Zeit verbracht.
00:16:28: Ich habe gesehen, dass manche die Zeit nicht verbringen wollen und rüber gerannt sind.
00:16:32: Ich habe auch große Sorge gehabt, dass das bis zum Weihnachtsgeschäft nicht gelöst wird.
00:16:36: Da werden jetzt viel mehr Leute gleichzeitig über die Straße laufen.
00:16:41: Die Verkehrsinseln hätten nicht gereicht verdienen.
00:16:43: Gott sei Dank ist es zumindest so, dass man da ein Stück rüberlaufen kann.
00:16:47: Aber man läuft seit heute oder seit gestern Abend auch da nicht mehr den direkten Weg, sondern man hat jetzt eine Baustelleinrichtung noch ein bisschen vergrößert und läuft jetzt nochmal weiter.
00:16:59: Aber ist es so, dass die Stadt da mal mit ihnen auch drüber spricht?
00:17:03: Also hat die ihr Ohr ... an Ihren Bedürfnissen oder wird es einfach gemacht?
00:17:09: Leider nein.
00:17:11: Wir versuchen manchmal, die Stadt dazu zu bringen, uns zuzuhören mit unseren Problemen, die wir haben.
00:17:19: Es gibt ja auch noch das Thema, ich war noch gar nicht ganz durch, das Thema Demonstration und da eben vor allem.
00:17:26: Mal abgesehen von der ganz großen Zahl an Demos, die wir hier in Stuttgart haben, die viel, viel höher ist als die in München, obwohl in München die Stadt viel größer ist.
00:17:34: Dass nicht nur die Demos stattfinden, sondern dass die auch extrem abgesichert werden.
00:17:38: So wie auch unser Weihnachtsmarkt.
00:17:41: Unglaublich gut abgesichert ist.
00:17:43: Aber dann wäre der Wunsch ja an der Stelle wahrscheinlich mehr Kommunikation und mehr Ausgleich zwischen den unterschiedlichen Belangen aus Sicherheit und aber auch Geschäftsinteresse der Innenstadt, Händler und Gastronomen.
00:17:58: Als Einzelhändler wünsche ich und meine Kollegen, unsere Kollegen, wir wünschen uns einfach Kundenorientierung.
00:18:05: Also so wie wir uns Bemühen zu schauen, was sind denn die Interessen unserer Kunden?
00:18:10: Würden wir uns auch von der Stadt wünschen, dass die mal schauen, was wollen unsere städtischen Kunden, also die Bürger und die Geschäftstreibenden und die Händler, Gastronomen, alle die hier dafür sorgen, dass die Stadt lebendig ist.
00:18:26: Was wollen die denn, was brauchen die denn?
00:18:28: Aber das passiert in Stuttgart.
00:18:31: Leider nicht.
00:18:32: Und irgendwie hab ich auch das Gefühl, dass das nicht wirklich ändert.
00:18:38: Vielleicht ist das noch mal eine gute Anregung, weil wir ja schon öfters drüber gesprochen haben, auch an uns als IHK das mitzunehmen und vielleicht doch noch mal über den Citygipfel raus und Austausch zwischen der Stadt und den Innenstaathändlern auch zu initiieren.
00:18:53: Ich nehm das noch mal als Aufgabe auch mit, denn ... Wir wollen ja alle eine super lebendige Innenstadt, wie Sie sagen, mit ganz viel stationärem Einzelhandel.
00:19:04: Jetzt haben Sie vorhin gesagt, na ja, also eigentlich gucken Sie recht positiv auf die nächsten Wochen.
00:19:10: Wenn wir jetzt aber, ich sage es mal, gesamtwirtschaftlich schauen, wir haben große Sorgen natürlich, irgendwie Fachkräfte auf der einen Seite, Digitalisierung, Bürokratie, Bürokratie glaube ich immer ein großes Thema, viel Bürokratie, Sie sagen gleich, gleich, ja.
00:19:24: Welche Faktoren?
00:19:25: Wo haben Sie ... Wo sagen Sie, da haben Sie gerade die meisten Bauchschmerzen?
00:19:30: Zum
00:19:30: einen, dieses Thema, ob Stuttgart jetzt das neue Detroit oder zumindest das neue Ruhrgebiet wird, sehe ich nicht ganz so.
00:19:38: Ich glaub, unsere Region hat schon über viele Jahrzehnte immer Lösungen gefunden.
00:19:43: Ich bin ganz zuversichtlich, dass das auch passiert.
00:19:45: Wir
00:19:46: sind ja seit über dreihundert Jahren hier, ne?
00:19:48: Wenn's jemand weiß, ne?
00:19:49: Wir können's beurteilen.
00:19:50: und die IHK, glaub ich auch.
00:19:53: Sie haben viele ... tolle Unternehmen, denen bestimmte gute Lösungen einfallen werden.
00:19:58: Aber es wird herausfordernd.
00:20:00: Für uns ist zum einen Bürokratie ein riesen Hindernis, wenn wir so mal zusammenrechnen, was unsere kaufmännische, unsere eigentlich schlanke kaufmännische Verwaltung an Zeit aufwendet für die zwingenden Vorgaben, zwingenden Statistiken, zwingenden Dokumentationen, die wir leisten müssen, dann ist das bestimmt zehn bis fünfzehn Prozent der Arbeitszeit, die unsere kaufliche Verwaltung aufwendet.
00:20:33: Und dann kommen noch Sachen dazu, die wir ja auch Sinn machen und die wir eigentlich dann gerne machen würden, mal eine Statistik für die IRK, für den Handelsverband, mit der man was anfangen kann, mal eine Anfrage von einem Studenten, der eine Bachelorarbeit schreibt und ein sinnvolles Thema hat.
00:20:51: Das kann man.
00:20:55: Es sind viele Auflagen, es ist viel Statistik zu führen.
00:21:00: Wir haben vielleicht auch die falsche Größe dafür.
00:21:01: Wir werden bei jeder Strukturerhebungsstatistik jedes Jahr getrieben.
00:21:07: Sie sind zufällig ausgewählt worden.
00:21:09: Sie dürfen dieses Jahr dabei sein.
00:21:12: Wir müssen bei den allen mitmachen.
00:21:14: Die sind dann zwingend.
00:21:16: Das ist ein ganz großes Thema.
00:21:20: Handel vor allem im Hinblick auf Thiemung und Che-In in der Tat.
00:21:27: Ein großer Wettbewerb für uns, gar nicht so der Onlinehandel allgemein, sondern eben Händler und Plattformen, die keinen fairen Wettbewerb mit uns führen, sondern die eben von ihrer Regierung ganz offensichtlich gesponsert werden, die wirklich zumindest ... für unser Sortiment teilweise absolut minderwertige Ware auf den Markt schießen, die sie aber auch nicht zurückschicken müssen, sondern die wird dann weggeworfen oder sie bleibt halt doch in schlechter Qualität, in den Schränken und blockiert dann, dass die Menschen, die sich sowas gekauft haben, dann noch was Vernünftiges kaufen.
00:22:08: Und das finde ich total schade.
00:22:10: und auch schade, dass das, ich bin wirklich ein Freund von Regulierung, aber dass es da keinen Weg gibt, dass im Interesse der Konsumenten vernünftiger zu lösen.
00:22:22: Was sie sagten mit stationären Läden von Onlinehändler und Amazon macht ja auch stationäre Outlets.
00:22:28: Das finde ich eigentlich schön, weil das ist unser Thema.
00:22:31: Wir haben auch ein Online-Shop und für uns ist ein ganz wichtiges Zusammenspiel.
00:22:37: Aber wir sind eben davon überzeugt, dass der stationäre Handeln ein ganz wichtiger Faktor ist, nicht nur für die Innenstädte, sondern auch für die Konsumenten.
00:22:46: und dass unsere Kunden in Läden gehen wollen, mit Menschen sprechen wollen, Produkte anfassen wollen.
00:22:53: Und das scheint auch Amazon zu merken und das scheint auch andere zu merken.
00:22:58: Und deswegen, wenn dann solche Läden dazukommen, stationäre Outlets dazukommen, das ist eigentlich schön.
00:23:03: Was mich nun an dem Zusammenhang interessieren würde, Sie haben ja vorher gesagt, ein Asset von Ihnen ist Ihr Personal.
00:23:09: Und Sie haben gutes Personal.
00:23:11: Stellen Sie das häufig fest, dass Menschen kommen, sich hier beraten lassen, wieder rausgehen und nicht mehr kommen, womit die Vermutung dann da ist, dass Sie vielleicht dann im Internet zu unfähren Bedingungen einkaufen?
00:23:25: Ja, also das gibt es.
00:23:27: Unsere Mitarbeiter sind ja auch total frustriert, wenn sie merken, dass sie ganz lange beraten haben und dann auch teilweise eben Geschirrzusammenstellungen aufgeschrieben haben und Kunden dann das mitnehmen und sagen, sie müssen sich es nochmal überlegen und dann nicht mehr wiederkommen und es möglicherweise eben woanders kaufen.
00:23:45: Das ist ... ein bisschen frustrierend.
00:23:48: Ich sehe aber auch, und das sage ich dann auch immer zu unseren Mitarbeitern, es gibt ja auch die andere Seite.
00:23:51: Also es gibt die Kunden, die vorinformiert zu uns kommen, die online recherchiert haben, die aber stationär kaufen wollen, wo dann schon ein Teil der Beratungsleistung von anderen erbracht worden ist von einer Homepage des Herstellers oder von einem Online-Shop.
00:24:08: Und Kunden haben sich informiert kommen nochmal zu uns, schauen sich die Produkte an, werden nochmal ein bisschen dazu beraten, aber kaufen.
00:24:15: dann vor Ort.
00:24:16: Ich glaube, es geht wirklich in beide Richtungen.
00:24:18: Ich habe auch mal so Studien gelesen, irgendwie vor ein paar Jahren war es sogar noch so, dass mehr stationär gekauft wird, wo die Vorinformation online stattgefunden hat als andersrum.
00:24:27: Und wie schwierig ist es für Sie, dieses Personal zu finden, das so gut beraten kann?
00:24:31: Also ich komme auf das Stichwort Fachkräfte.
00:24:34: Mangel, das ist ja gerade im Handel auch eine Klage häufig.
00:24:38: Ist es schwierig für Sie?
00:24:41: Es ist ganz wichtig, die guten Mitarbeiter zu haben.
00:24:43: Wir haben das große Glück, dass wir sehr viele sehr langjährige Mitarbeiter haben.
00:24:48: Wenn jemand in Rente geht oder uns mal aus einem anderen Grund verlässt, dann ist es schon herausfordernd, das Herz zu finden.
00:24:56: Und es ist auch herausfordernd, gute Azubis zu finden.
00:25:00: Erleben Sie als IHK bestimmt auch und die Themen erleben.
00:25:03: Hauptthema Nummer eins, ja.
00:25:06: Wirklich schwierig.
00:25:07: Im Moment haben wir eine tolle, auszubildende E-Commerce, aber das ist viel, viel schwieriger geworden, als es noch vor einigen Jahren war.
00:25:15: Und wie machen Sie es?
00:25:16: Also, wie kriegen Sie dann gute Leute?
00:25:18: Gute
00:25:18: Azubis bekommen ... Wir haben im Moment nur eine, mit der wir sehr glücklich sind.
00:25:25: Und wir hätten mehr Auszubildende eingestellt und haben sehr ... nicht bekommen.
00:25:31: Das ist im Moment wirklich schwierig und wir haben verschiedene Dinge versucht.
00:25:38: Wir würden jetzt wieder einen Ausbildungsplatz anbieten.
00:25:40: Das heißt, wenn das jemand
00:25:42: hört, dann ...
00:25:43: Gut, aber die Frage
00:25:44: ist, an was es hakt.
00:25:46: Weil es gibt ja genug junge Menschen, aber an was hakt es, dass sie sagen, es müssen Gutes sein.
00:25:51: Also, wenn Sie sich anschauen, was an Bewerbungen kommt oder Vorstellungsgespräche erleben, dann ... wäre es schon toll, wenn so die Basics da wären.
00:26:01: Also mal eine vollständige Bewerbungsmappe, ein unterschriebenes Anschreiben, wenn es verpost kommt, die unsere Firma richtig geschrieben.
00:26:14: Also das klingt jetzt lustig, aber das ist wirklich aus dem Leben.
00:26:18: Das wäre schon toll, Grundumgangsformen pünktlich.
00:26:22: dann, wenn man da ist pünktlich zur Arbeit zu kommen, das sind schon die Basics.
00:26:27: Und dann wünschen wir uns natürlich auszubildende oder allgemein Mitarbeiter mit Begeisterung für unsere Produkte, die das unser Sortiment, unsere Produkte lieben und die einfach gerne arbeiten wollen und gerne was lernen wollen.
00:26:42: Ich find das immer Wahnsinn, das klingt eigentlich machbar, also diese Anforderungen, die sie da haben, irgendwie so gefühlt.
00:26:47: Ja, aber ich würde das, also das ist ja, also die Begeisterung, ich glaube, die ist jetzt vielleicht noch vergleichsweise einfach, weil es tolle Produkte sind, mit denen jeder was anfangen kann, aber das Thema Ausbildungsreife, dass sie ansprechen, Herr Bräuninger, das ist ein Riesenproblem.
00:27:00: Und das sagen uns auch alle Betriebe und die Zahlen gehen im Moment enorm zurück.
00:27:05: Wir haben jetzt über fünf weniger Auszubildende gegenüber dem Vorjahr und ein Teil ist gar nicht, dass die fehlen, weil es gibt eigentlich genug, sondern weil die Betriebe an dem Punkt sind, dass sie sagen, die Ausbildungs... Reife, also Lesen, Schreiben, Rechnen ist so wenig ausgeprägt, dass sie keine Lust mehr haben, in die Ausbildung zu gehen.
00:27:26: Das ist überhaupt nicht banal und das ist auch nicht einfach, weil das ist unser Bildungssystem und nicht nur das Bildungssystem, sondern auch unsere Gesellschaft.
00:27:34: Die Elternhäuser, die an der Stelle gefragt sind, ich glaube, dass wir da eine riesige Aufgabe haben.
00:27:41: Und wenn wir heute umschwenken in der Bildungspolitik, dann wird es trotzdem lange dauern, bis es dann für die Schulabgängerinnen und Schulabgänger wirksam wird die bei ihnen ankommen.
00:27:51: Also ich sehe das als riesige Aufgabe und das ist eine, mit der wir uns auch tagtäglich in der IHK befassen und egal in welcher Branche, Handel, Industrie, ich höre überall das Gleiche.
00:28:04: Das ist wirklich eine große Herausforderung und überhaupt nicht banal.
00:28:08: Die Begeisterung für ihr Produkt.
00:28:10: Also ich hätte sie sofort und viele andere wahrscheinlich auch.
00:28:14: Weil die Welle von denen, die jetzt bald in Rente gehen, die kommt ja noch.
00:28:17: Also die ist ja, das kommt ja noch.
00:28:19: Welche Rolle spielen da Quereinstiege zum Beispiel auch bei Ihnen?
00:28:22: Ist das ein Thema bei Ihnen?
00:28:23: Ja,
00:28:24: ja, wird immer wichtiger.
00:28:26: Ich habe jetzt keine Quote, aber wir haben inzwischen ein... relativ hohen Anteil an Mitarbeitern, die nicht ihre Ausbildung in unsere Branche gemacht haben.
00:28:34: Wenn man bei ihnen so durchläuft, dann merkt man schon, ich meine, wir sitzen auch gerade hier in der Showküche, welche Rolle spielt so das Kundenerlebnis oder die Erwartung von Kundinnen und Kunden, die bei ihnen reinkommen, die ja, ich sag es mir nicht einfach nur einen Geschenk kaufen wollen, die wollen ja eigentlich ein Erlebnis haben mittlerweile.
00:28:50: Also als ... Alternative zu, ich klick mir das in einem Online-Shop irgendwie zusammen.
00:28:55: Dann ist das ja hier eine ganz andere Anforderung an Sie.
00:28:58: Welche Rolle spielt so was?
00:29:00: Ja,
00:29:00: total wichtiges Thema für uns und auch eine der Gründe, warum wir davon überzeugt sind, dass mit unseren Produkten der stationäre Handel eine Zukunft hat.
00:29:10: Denn die Dinge, die wir verkaufen, die will man in die Hand nehmen, die will man auch mal ausprobieren, wenn wir in unsere Showküche, in unserer Abteilung kochen und backen, ne Pfanne vorführen oder auch mal ne Pfanne, wenn ein Kunde, mit der nicht zurechtkommt, auf den Herd stellen können und da kurz ein Spiegelad drin machen.
00:29:31: Oder Maultaschen zum Beispiel.
00:29:32: Also erst in der Art vielleicht.
00:29:34: Ja,
00:29:35: auch mal schnell.
00:29:37: Dann ist das ... Super wichtig für uns mit einer Pfeffermühle mal zu malen und zu sehen, was da unten rauskommt oder mit einem Messer eine Tomate zu schneiden.
00:29:48: Eines der einfachsten zu verkaußenden Produkte im gutes Messer, wenn man einfach merkt, wie was das von Unterschied macht, wenn man mit einem guten Messer schneidet.
00:29:57: Das ist ein ganz großes Thema für uns und hier oben in unserer Kochschule ist das natürlich Produkterlebnis in Perfektion.
00:30:04: Also wer hier einen Kochkurs mit Herrn Ilsehofer macht und an einem Abend mit ihm tolle Dinge zusammenkocht und ein gutes Werkzeug verwendet, der hat total Lust darauf, dieses Werkzeug dann auch zu Hause zu verwenden und kommt dann hoffentlich möglichst schnell wieder bei uns einkaufen.
00:30:22: Jetzt sprechen wir immer wieder über Themen wie Digitalisierung.
00:30:25: Dass es unglaublich wichtig ist, dass man da natürlich Produktivität auch noch mal steigern kann, Abläufe noch mal optimieren kann.
00:30:32: Welche digitalen Maßnahmen haben Sie schon umgesetzt?
00:30:35: Wo merken Sie selbst, da haben wir noch Nachholbedarf?
00:30:37: Auf der einen Seite ist die Seite zum Kunden hin.
00:30:41: Da ist für uns extrem wichtig, unser Multi- oder Omni-Channel-Ansatz, dass wir durch unseren Online-Shop unseren Kunden die Möglichkeit bieten, uns hierher erreichen zu können oder bei uns shoppen zu können, wann man das mag, ob man jetzt samstags hier in den Laden kommt.
00:31:01: Sonntags auf der Couch sitzt.
00:31:03: Sie haben mal gesagt, ich hab von Ihnen Interview gehört, fünfzehn Prozent Ihres Umsatzes nach der Online-Handel.
00:31:10: ist es immer noch so?
00:31:11: Ja, so in etwa, wo wir kriegen, ist nicht steigend.
00:31:14: Aber wir waren da wahrscheinlich gerade, das war so nach Corona, gerade dabei, dass das steil gestiegen ist und das stagniert.
00:31:24: Im Moment hören wir aber auch, ich glaube, der insgesamt wachsende Online ... Umsatz liegt schon an neu auf den marktkommenden Wettbewerbern.
00:31:34: Also ich höre kaum von einem alteingesessenen, so kleineren oder mittelgroßen Online-Shop, dass der wächst im Moment.
00:31:42: Das ist herausfordernd.
00:31:44: Und ja, also die Digitalisierung in diese Richtung, auch die unsere Filialverfügbarkeit anzeige in unserem Online-Shop, die wir schon ganz lange haben, auch schon lange vor anderen hatten, ist für uns ein wichtiges Thema, weil wir den einfach als ... Digitales Schaufenster unserer stationären Geschäfte sehen und unseren Kunden ermöglichen wollen, dass sie da auch sehen, was sie in dem Geschäft von uns erwarten können.
00:32:09: Ein Warnbestand.
00:32:11: Intern arbeiten wir an einigen Themen, die uns abläufe vereinfachen.
00:32:17: Aber wo wir eine große Baustelle noch haben, ist beispielsweise, dass wir in unserer Buchhaltung noch voll mit Papierbelegen arbeiten.
00:32:27: Großes Herausforderung.
00:32:28: Das heißt,
00:32:29: da ist auch noch eine Baustelle und so ein To-do für das nächste Jahr.
00:32:34: Sternchen über nächstes Jahr wahrscheinlich auch noch.
00:32:37: Aber dann darf ich dich fragen.
00:32:39: Sehen Sie eine Chance in KI?
00:32:40: Jetzt gerade auch bei Ihnen für Ihre Handel?
00:32:44: Fürs Stationäre sehen wir im Moment noch nicht wirkliche Ansatzpunkte.
00:32:51: Für unseren Online-Shop schon.
00:32:52: Wir experimentieren da auch damit unsere ... Produktbeschreibung ein bisschen.
00:32:57: Also Content ist ein ganz ganz großes und wichtiges Thema und wenn uns da KI helfen kann, dann nehmen wir das gerne an und da sind wir gerade dabei.
00:33:06: Wir kriegen noch nicht so gute Ergebnisse, wie wir es gerne hätten.
00:33:10: Aber arbeiten an dem und ich glaube, dass es uns da bestimmt sehr schnell sehr viel helfen kann.
00:33:16: Jetzt gehen wir mal zwischen die Jahre nach Weihnachten vor Neujahr.
00:33:20: Welche Geschenke werden da am häufigsten umgetauscht?
00:33:23: Sind es die, die am vierundzwanzigsten morgens gekauft wurden?
00:33:26: Nein, nein, nein.
00:33:27: Die kaufen wirklich.
00:33:30: Das ist wirklich bemerkenswert.
00:33:31: Die, die da shoppen, suchen vielleicht auch mit unserer Hilfe, aber suchen sich ziemlich gute Sachen aus.
00:33:37: Das kommt selten zurück.
00:33:40: Was am meisten umgetauscht wird, sind Geschenkotscheine in Ware, in Produkte bei uns.
00:33:46: Und natürlich gibt's auch Dinge, die dann doppelt geschenkt worden sind und die dann mal umgetauscht werden.
00:33:53: Aber im Wesentlichen sind wir froh, dass wir nicht Hemden und Schuhe verkaufen, wo die falsche Größe verschenkt worden ist oder die Krawatte oder die Sockenüber, die man sich nicht freut.
00:34:06: Susanne und wir haben ja vorhin schon so ein bisschen angeteasert, dass wir noch ein Geschenk brauchen für unser nächsten Gast.
00:34:13: Wir verraten jetzt ... bewusst, weil nicht, was das sein wird.
00:34:16: Wir haben schon was Kleines ausgeguckt.
00:34:18: Wir gehen nachher noch mal durch den Laden durch und wird dann eine Überraschung werden für den nächsten Gast.
00:34:23: Vielen Dank, Herr Bräuniger.
00:34:25: Ganz herzlichen Dank für das tolle Gespräch.
00:34:27: War wirklich toll, vielen Dank.
00:34:29: Vielen Dank, dass Sie bei uns waren.
00:34:30: Jetzt muss ich jetzt wirklich mal ganz kurz ... Ich nehme mal jetzt ... Ich gucke die ganze Zeit
00:34:35: auf.
00:34:35: Ich darf jetzt keinen Kaffee trinken.
00:34:36: Ich hab immer Wasser, ordentlich danach.
00:34:38: Und?
00:34:38: Oh,
00:34:38: ist
00:34:39: schon großartig.
00:34:40: Das ist wirklich großartig.
00:34:43: Und ich habe vorhin gesagt, die haben keine Kalorien.
00:34:46: Nein, nein, nein.
00:34:47: Du
00:34:50: musst es dunkel einfach auch probieren.
00:34:52: Das schmecken wirklich toll.
00:34:57: Wir futtern uns jetzt mal noch durch die Pralinen
00:34:59: durch
00:35:00: und gucken auf dem Hellstück noch mal über die Schulter.
00:35:02: Marker bestimmt total gerne, wenn dann Leute ihn über die Schulter kommen.
00:35:05: Danke Ihnen.
00:35:06: Ich hoffe, vielen, vielen Dank.
00:35:10: So schnell geht's, Susanne.
00:35:11: Das war die erste Folge von onehundert-sitzig-k, dem Wirtschaftspodcast der IHK, Region Stuttgart.
00:35:16: Was nimmst du mit aus den Gesprächen heute?
00:35:20: Ich glaube, es sind zwei Sachen.
00:35:21: Das erste freut mich sehr.
00:35:23: Ich höre so viel Schwieriges gerade aus der Wirtschaft.
00:35:27: Und hier habe ich heute Optimismus und Hoffnung mitgenommen für ein gutes Weihnachtsgeschäft, aber insgesamt auch positive Stimmung.
00:35:35: Und das ist wichtig und freut mich.
00:35:37: Das zweite ist ein ganz konkreter Arbeitsauftrag.
00:35:40: Die Händler dieser Stadt, der Händler, der heute für sie gesprochen hat, erwartet, dass die IHK sich auch für die Belange des Handels gegenüber der Stadt einsetzt.
00:35:49: Und das ist ein Auftrag, den ich gerne mitnehme und der mich bestärkt auf dem Weg auch weiterzugeben.
00:35:55: Und wir wurden auch sehr, sehr gut versorgt.
00:35:56: Also ich persönlich nehme auch noch mal sehr leckere Pralinen, die wir hier genießen durften und der Espresso sehr fein.
00:36:02: Nehmen wir auch noch mal mit.
00:36:03: Wenn es euch gefallen hat, gerne abonnieren, kommentieren, liken, bewerten.
00:36:07: Schaut auch gerne mal bei Instagram vorbei, adihk, Unterstrich-Region, Unterstrich-Stuttgart.
00:36:11: Susanne, das war jetzt unsere Pilotfolge.
00:36:13: Wie geht es denn weiter mit dem Podcast?
00:36:15: Die Pilot ist das Stichwort.
00:36:17: Als nächstes gehen wir tatsächlich auf die den Flughafen zu den Piloten, unter anderem, sprechen dort mit dem CEO, mit Herrn Heppe.
00:36:24: Ich freue mich schon sehr darauf.
00:36:26: Und an jedem Feinzwanzigsten eines Monats kann man den Podcast hören.
00:36:31: Wir versprechen, das bleibt spannend und ich freue mich über jeden, jede, die zuhört.
00:36:36: Und Geschenk, wir haben es vorhin schon ein bisschen angeteasert, ist eine Kategorie in dem Podcast, dass wir immer ein Gastgeschenk auch mitbringen.
00:36:43: Und wir werden das heute hier noch besorgen und dann an den Herr Heppe weiter Was genau, das verraten wir natürlich nicht.
00:36:50: Bleibt dran,
00:36:51: ist spannend.
00:36:52: Genau,
00:36:52: wir haben schon eine tolle Idee und ich freue mich auch jetzt aufs Aussuchen.
00:36:56: Genau, da wird noch einiges kommen.
00:36:57: Susanne, ich würde sagen, wir gehen noch in Ründchen auf dem Weihnachtsmarkt.
00:37:00: Den
00:37:01: roten Glühwein haben wir vorhin probiert.
00:37:03: Den weißen, ich glaub, den müssen wir auch noch mal testen,
00:37:05: oder?
00:37:05: Unbedingt, das machen wir
00:37:07: jetzt.
00:37:07: Dann vielen Dank fürs Zuhören, bis zum nächsten Mal.
00:37:09: Danke schön.
00:37:10: Bis zum nächsten Mal.
00:37:13: Echte Nähe, echte Gespräche, echte Wirtschaft.
00:37:16: Hier aus der Region Stuttgart.
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