Werte als Erfolgsfaktor: Zu Gast bei einem besonderen Baubetrieb
Shownotes
Was bedeutet es, den eigenen Weg zu gehen – auch wenn er aus dem Familienbetrieb herausführt? In der dritten Folge von 178k, dem Wirtschaftspodcast der IHK Region Stuttgart, spricht Daniela Schmiedle, Geschäftsführerin von Sika Deutschland, offen über Unternehmensnachfolge, Verantwortung und den Mut zu Entscheidungen. Im Gespräch mit Susanne Herre und Martin Hoffmann geht es um Führung mit Haltung, den vorsichtigen Optimismus für die Bauwirtschaft und darum, warum die besonderen Regularien in Deutschland auch ihre Vorteile haben können.
Daniela Schmiedle berichtet aus eigener Erfahrung, warum Karrierepläne nicht alles sind, Vertrauen, Entscheidungsräume und das Gesehenwerden der Mitarbeitenden für sie zu den zentralen Erfolgsfaktoren gehören. Das und vieles mehr erfahren Sie in der dritten Folge von 178k.
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00:00:01: Wir sind gerade in Stuttgart-Stammheim und wir stehen hier vor der Firmenzentrale von Sika Deutschland mit Hauptsitz in der Schweiz.
00:00:07: Und Sika zählt zu den weltweit größten und führenden Unternehmen im Bereich Bau- und Industrietechnologien, da insbesondere auch für Kleb- und Dichtstoffe.
00:00:16: Ja es ist tatsächlich ein super Unternehmen wirklich Weltmarktführer auch mit einem weltweiten Marktanteil von ca.
00:00:23: zwölf Prozent Umsatz über zwölft Milliarden weltweit über dreißigtausend Beschäftigte.
00:00:30: Warum für Stuttgart?
00:00:32: Ich muss gestehen, ich hatte Sieger hier in der Region Stuttgard überhaupt nicht auf dem Schirm.
00:00:36: Also das Logo kannte ich die Farben sind wir natürlich auch sofort wieder in Erinnerung gekommen und ich kann mir gut vorstellen dass es einigen Hörerinnen und Hörern von uns auch gerade ähnlich geht.
00:00:45: deswegen umso besser dass wir heute hier sind.
00:00:48: Susanne ihr habt gerade eure Konjunktur Umfrage veröffentlicht.
00:00:51: wie geht's denn der Baubranche eigentlich grade?
00:00:54: Ja wir haben tatsächlich diese Woche die die Konjunktor Umfrage Und erfreulicherweise gibt es den erhofften Silberstreif am Horizont, überfasst alle Branchen hinweg und auffällig ist tatsächlich dass die Baubranche insbesondere ihre aktuelle Lage deutlich besser einschätzt als im Herbst.
00:01:12: Wir haben auch nachgebohrt und es liegt am
00:01:15: Wohnbau.
00:01:16: Die Förderprogramme sind im Moment offensichtlich so, dass sie greifen und insofern ist die Baubranche eigentlich ganz hoffnungsvoll.
00:01:24: ja wenn auf Verhalten was die Erwartungen angeht aber das ist eine positive Aussicht.
00:01:29: also Wohnbau auch spannend für Sie kann.
00:01:32: ich glaube Sika können wir nachher fragen, hat ganz unterschiedliche Geschäftsfelder.
00:01:36: Aber auch Wohnbau und alles was in dem Bereich mit Kleb- und Dichtstoffen zu tun hat.
00:01:43: Einhundertundsechzig K. Der Wirtschaftspodcast der IHK Region Stuttgart.
00:01:51: Mit Susanne Herrre
00:01:52: und Martina Hoffmann.
00:01:57: Herzlich willkommen zur Einhundundertundsetzigk.
00:02:00: Folge drei!
00:02:00: Heute sind wir bei Sika Deutschland in Stuttgard-Stammheim.
00:02:04: Ja, wir stehen auf dem Werksgelände.
00:02:06: Hier dampft es.
00:02:08: Es ist ein klassisches Industriegelände mit Schornstein aus Backstein leicht krumm richtig archaisch wie man sich das
00:02:16: so vorstellt.
00:02:17: Genau hier unten fährt auch gerade direkt ein Gabelstapler entlang und dann sieht man natürlich noch dieses sehr typische Sikagelb und das Rot.
00:02:24: Ja, Rot-Gelb dass man kennt wenn man die Produkte vielleicht auch nicht im Kopf hat.
00:02:30: aber wenn man das Logo sieht dann erkennt man
00:02:32: sofort Wir treffen uns heute mit Daniela Schmidle, der Geschäftsführerin von Sika Deutschland.
00:02:37: Sika-Deutschland ist eine Tochtergesellschaft der Sika AG aus der Schweiz.
00:02:41: Wir sprechen über die aktuelle Wirtschaftslage natürlich auch über den Standort Stuttgart und den Stand der Digitalisierung.
00:02:47: Über künstliche Intelligenz darf in diesem Jahr überhaupt nicht fehlen – die Transformation, Werte und Unternehmenskultur.
00:02:54: Also wo drückt der Schuh?
00:02:55: Wo liegen aktuell die größten Herausforderungen der Branche?
00:02:58: Und wo muss die Politik nochmal an den Rahmenbedingungen schrauben?
00:03:02: Es gibt wirklich einiges zu besprechen.
00:03:09: Forte geschafft und hier ist die Glastür, ah!
00:03:12: Ich sehe die Daniela schon.
00:03:13: Da hinten ist er schon oder?
00:03:14: Dann gehen wir doch mal ins Warme auch rein.
00:03:17: Hallo Daniela,
00:03:18: hallo.
00:03:19: Toll dass ihr da seid.
00:03:21: Hallo schön das wir da sein dürfen.
00:03:23: Ja sehr
00:03:23: gerne kommt doch bitte
00:03:24: rein.
00:03:25: So perfekt, sehr schön.
00:03:26: können wir den Aufzug nehmen?
00:03:28: Aber sicher.
00:03:28: Wo geht's eigentlich hin?
00:03:29: Wir gehen ganz nach oben.
00:03:30: Dann ist gut als wenn
00:03:31: aufzuziehen.
00:03:39: Also wenn wir gerade hier sind, wollte ich euch eben zeigen.
00:03:41: Das ist einer der Böden, die zum Beispiel hier am Standort Stuttgart produziert wird.
00:03:46: das ist der Hauptstandort, der so genannte Epoxid-HC herstellt, Reaktivbeschichtungen, die wir nicht nur für so commercial Gebäude wie hier sondern vor allem für die Automobilindustrie und auch für die Oberflächenschutzsysteme für Parkhäusern produzieren.
00:04:03: also jeder von uns, wenn er in den Stuttgarten in eine Tiefkarage reinfährt fährt meist auf CK-Oberflächenschutzsystemen.
00:04:10: Und das ist superhaltbar, wenn ich unsere Tiefgarage nehme, weil die ist jetzt zwölf Jahre alt und wird ... Weil es ein Hellerboot ist regelmäßig gereinigt aber man musste noch nie neu beschichten.
00:04:20: So muss es sein!
00:04:21: Das
00:04:21: muss CK sein?
00:04:22: Es hört sich nach CK an.
00:04:24: Alles richtig
00:04:24: gut.
00:04:25: Ja sehr gut.
00:04:28: Spannend ja.
00:04:32: Daniela erst mal vielen Dank dass wir da sein dürfen freue mich auf unseren Podcast Und wir fangen immer mit ein paar persönlichen Fragen an.
00:04:41: Das würde ich jetzt auch zum Einstieg gerne machen, du bist unsere dritte Podcast-Gast und die zwei ersten Herren waren beide Juristen – Du bist Bauingenieurin!
00:04:52: Wie kam es tatsächlich zu der Berufswahl?
00:04:55: Ich bin tatsächlich familiär vorbelastet.
00:04:57: das ist relativ einfach zu erklären.
00:04:59: meine Eltern hatten einen klassischen Handwerksbetrieb und sie haben immer noch drei Töchter.
00:05:05: Für uns war das vollkommen normal.
00:05:07: Familie, Firma ... Das war irgendwie eins und insofern sind wir natürlich sehr früh geprägt worden.
00:05:13: Ich war immer mit auf den Baustellen dabei.
00:05:16: Ich fand es immer spannend.
00:05:18: Und da meine Schwester Architektur studiert hat und ich dann gesagt hab, nein nicht!
00:05:23: Das mach' ich nicht.
00:05:24: Es ergänzt sich aber ganz gut.
00:05:26: Ergänzt dich ganz gut?
00:05:27: Habe ich mich für's Bauingenieurstudium entschieden.
00:05:30: Wäre es nicht auch eine Option gewesen, weil dein Vater in den Betrieb einzusteigen, also wenn das ein Anwerksbetrieb war und die Neigung bei dir da ist?
00:05:40: Doch.
00:05:40: Das war absolut der Plan!
00:05:41: Und das habe ich tatsächlich auch gemacht.
00:05:44: Oh, spannend!
00:05:46: Ich war nach meinem Studium erstmal an der Immobilienwirtschaft unterwegs und das hat mir wirklich großen Spaß gemacht.
00:05:52: Da wäre ich sicherlich heute noch Wenn da nicht irgendwann mein Vater gesagt hätte, ich werde jetzt fünfundsechzig.
00:06:00: Und wir hatten natürlich immer schon drüber gesprochen, dass das ja ein Perfekt-Match wäre und dann habe ich wirklich schweren Herzens diesen heiß gelebten Job gekündigt.
00:06:10: Ich kann mich sehr gut an diesem Tag erinnern.
00:06:12: Das war schwer!
00:06:14: Und bin zu Hause eingestiegen ins Familienunternehmen.
00:06:18: Wir haben es tatsächlich zwei Jahre auch.
00:06:20: erfolgreich gemacht.
00:06:22: Aber als es dann wirklich an die Übergabe ging, also wo er loslassen musste ist es schwierig geworden und wir sind über diesen Generationenkonflikt tatsächlich nicht darüber gekommen obwohl wir damals ein super Verhältnis hatten heute auch ein tolles Verhältnis haben.
00:06:37: Aber das haben wir nicht geschafft.
00:06:39: Ist das Unternehmen jetzt bei einer deiner Schwestern?
00:06:41: Oder ist es verkauft worden?
00:06:44: oder was ist passiert?
00:06:46: Also, wir haben's tatsächlich verkauft.
00:06:48: Es gab ... Ich kann mich noch gut erinnern.
00:06:50: Das war kurz vor Weihnachten-Dreh.
00:06:52: Es war vielleicht auch nicht der ideale Zeitpunkt für ein harmonisches Weihnachtsfest.
00:06:57: Hörst du dich nicht so an!
00:06:58: Das liegt wirklich
00:06:59: nicht so.
00:06:59: gerade also...
00:07:01: Ich hab sehr mit mir gehadert weil ich ... eben eine große Verantwortung gespürt habe.
00:07:08: Und das war meine erste Erfahrung mit berufsbegleitendem Coaching, das war damals noch überhaupt nicht en vogue aber ich hatte einen sehr guten Freund der gesagt hat du musst dich da jetzt irgendwie beraten lassen weil er gesehen hat dass sich unglücklich war.
00:07:22: und in diesem Coaching hab ich tatsächlich jemanden sehr professionell erwischt war das innerhalb von zwei Sessions klar was mein Lebensweg ist und das hat mich extrem gestärkt.
00:07:35: Und dieser Tag, als ich dann bei meinen Eltern gesessen bin und gesagt habe es tut mir wirklich leid und ich hätte auch gerne anders gehabt aber ich kann das so nicht machen!
00:07:45: Das ist nicht mein Lebenswerk der war schwer für alle und dann haben wir uns aber darauf geeinigt dass sich noch sechs Monate an Bord bleiben und wir gemeinsam den Plan haben die Firma zu verkaufen eben in gute Hände zu geben.
00:07:59: Jetzt kennst du ja beide Seiten.
00:08:00: Ich sage auf der einen Seite Familienunternehmen und auf der anderen Seite auch Konzern, wie unterscheidet sich das für dich?
00:08:07: Ich würde sagen, der ganz große Unterschied ist das tolle Wort Stakeholdermanagement.
00:08:14: im Familien- oder eigenen Unternehmen sind eben die Entscheidungswege oft einfacher, kürzer – bestimmt auch kürzier!
00:08:28: nie wirklich an diese Grenzen gekommen, wo ich gesagt habe es dauert mir alles zu lange in so einem Konzern ja oder ist es anstrengend alle ins Boot zu holen.
00:08:37: Ich hab mich sehr schnell in diesem Umfeld zurechtgefunden.
00:08:41: jetzt muss man aber natürlich auch sagen dass die CK also ich sage immer die persönliche Stärke der CK ist unter anderem das wir ein sehr familiär gebliebenes Unternehmen sind, untereinander auf sich achtet.
00:09:00: Persönliche Kontakte sind wichtig, auch für die persönlichen Weiterentwicklungen.
00:09:06: Es gibt aber hier immer Menschen, die einem helfen und insofern war das zu diesem Zeitpunkt der perfekte Nährboden um mich persönlich weiterzuentwickeln.
00:09:17: Ich
00:09:17: würde gerne noch mal an den Punkt gehen ... wo du gesagt hast, also Familienunternehmen.
00:09:21: Du wirst es nicht übernehmen aber ihr habt euch darauf geeinigt dass du noch mal sechs Monate dabei bleibst um es dann auch verkaufen zu können.
00:09:28: Hat man da so den Plan im Kopf okay irgendwann Geschäftsführerin zu werden oder entwickelt sich das irgendwie mit der Zeit?
00:09:38: Da kann ich eine ganz klare Antwort geben nein dem Plan hatte ich nicht.
00:09:42: Ich war super super happy die Gelegenheit gegeben hat sozusagen bei null wieder neu anzufangen.
00:09:50: Das war so, bin Kopfüber in den Metier reingesprungen das ich überhaupt nicht kannte.
00:09:56: ja Ich war Bauingenieurin, ich kam aus der Immobilienwirtschaft, ich kannte das Handwerk.
00:10:01: also ich war mit unserem Unternehmen eher als mögliche kaufender Kunde einer CK unterwegs auch wenn ich es damals nicht wusste.
00:10:14: in diesem Unternehmen irgendwo in eine bestimmte Position zu kommen, sondern was mir von Anfang an hier gefallen hat war dass man Dinge tun konnte.
00:10:24: Dass man Gestaltungsfreiheit hatte das viel Eigenmotivation und Eigeninitiative erlaubt war.
00:10:33: aber nein ich habe mir nie vorgenommen Geschäftsberichtslider oder Geschäftsführerin zu werden Aber ich hab auch nie Nein gesagt wenn man mich gefragt hat, in die nächste Position zu gehen.
00:10:43: Und da gab es schon manche Punkte, die grenzwertig waren.
00:10:48: Interessant auch noch mal ist es ... Die Philosophie bei Seeker auch tatsächlich Menschen so zu entwickeln, dass sie intern diese Karriere Steps tun können und nicht dann beim endverantwortlichen Positionen von außen jemand zu holen?
00:11:02: Das is absolut Seekast-Period!
00:11:05: Wir sprechen ja vom Seekasperiod.
00:11:07: Wir entwickeln unsere Führungskräfte Ich würde sagen zu neunzig Prozent aus unserer eigenen Belegschaft.
00:11:15: Das gehört zu unsere Kultur und das hat uns in dieser Komplexität, also wir sind ein komplexes Unternehmen.
00:11:22: Wir haben einen gigantisch großen Warenkorb und wir haben ganz viele unterschiedliche Kundengruppen.
00:11:29: Und dafür braucht es schon ein bisschen wissen wie dieses Unternehmen tickt, wie die Kundengruppe ticken damit man auch die Schnittstellen richtig herstellen kann.
00:11:38: Deshalb hat in den letzten zwanzig Jahren, die ich jetzt beurteilen kann ... schon sehr erfolgreich wachsen lassen.
00:11:47: Jetzt haben wir auch ein kleines Geschenk mitgebracht.
00:11:50: Du hast es ja schon gesagt, wir waren in der letzten Folge auf dem Flughafen.
00:11:55: Stuttgarter Flughafe haben dort mit dem Geschäftsführer Ulrich Heppe gesprochen und da kann man natürlich nachhören.
00:12:02: Empfehlen wir immer Folge eins, Folge zwei kann man sich durchaus sehr gerne anhören!
00:12:07: Und da haben wir ein kleives Geschenck besorgt, übergeben bekommen.
00:12:11: Mitgebracht für dich!
00:12:12: Das kommt später auch noch auf dich zu.
00:12:14: Aber vielleicht mal nachher.
00:12:15: aber Susanne bitte.
00:12:16: Genau und wir dachten das könnte dir passen weil es in der Schweiz vor allem jetzt im Winter her sehr kalt ist und ich weiß auch dass du gerne im Algorheb bist und nicht gebst ihr jetzt.
00:12:26: aber die Spannung ist wahrscheinlich schon gebrochen.
00:12:30: Schau mal rein ja.
00:12:32: Großartig eine blaue Mütze mit Flugzeugen drauf.
00:12:37: Danke schön!
00:12:38: Gut,
00:12:38: dann gehen wir mal auf das was eigentlich Sika macht.
00:12:41: ja?
00:12:41: Weil ich glaube viele kennen es aber von unseren Hören vielleicht doch nicht alle und das war fängt mal ganz einfach die Frage Was macht Sika
00:12:51: typisch?
00:12:52: Sika bezeichnet sich als ein produzierendes Unternehmen der Spezialitätenchemie.
00:12:58: Das klingt jetzt ziemlich holprig.
00:13:01: Wir produzieren sehr spezielle Produkte zum großen Teil für das Bauwesen, für ganz spezielle Anwendungen.
00:13:11: Also z.B.
00:13:13: bituminöse Schweißbahnen für die Brückenabdichtung.
00:13:17: Wer im Stau steht und auf einer Brückenbaustelle auf den Gegenfahrern guckt sieht oft gelbe Eimer stehen.
00:13:25: Das ist dann unser Grundierharz.
00:13:26: Das benötigt wird um die bituminösische Schweißbahn aufzubauen.
00:13:30: In dieser Stelle eben das Chlorid Salz, das über die Fahrbahnen sozusagen an die Betonfläche kommen könnte abzuhalten und den Beton zu schützen.
00:13:40: Also das ist schon eines der Themen, dass uns im Wesentlichen immer beschäftigt.
00:13:45: Bauwerke schützen darum geht es Und dafür haben wir wirklich sehr viele unterschiedliche Produkte.
00:13:51: Wir sind aber auch sehr stark in der Technologie für Bodenbeschichtungen Sehr spezielle Beschichtung Speziell in der zum Beispiel Automobilindustrie wo die meisten Böden heute ableitfähig sein müssen.
00:14:06: Also das sind sehr technische Bönen oder auch eben für den Alltag, also viele von uns fahren ja des Öfteren in Tiefgaragen.
00:14:15: Diese Tiefkaragen müssen eben auch Chloriden, also die Oberfläche muss von Chloridsalz geschützt werden.
00:14:21: Die Autos bringen Tauwasser über die Radkästen ein das steckt viel Tausaalz drin Das taut in der Tiefgarage ab und wenn dieses Tausaals auf die direkte Betonvorfläche kommen würde wird es über Mikrorisse eindringen an den Stahlwandern und den Stahl schädigen und dann friert das auf schädigt dem Beton und dann haben wir die großen Schäden.
00:14:41: Also es geht immer darum Bauwerke zu schützen mit unterschiedlichsten Produkten.
00:14:47: Wir haben aber auch noch eine zusätzliche Sparte, die ist so ein bisschen speziell.
00:14:52: Aber extrem erfolgreich!
00:14:54: Das was früher genietet geschraubt wurde ob jetzt an Waschmaschinen, Kaffeemaschinen oder Aufliegern für LKWs wird heute geklebt und auch diese Kleb- und Dichtstoffe stellt Sika her.
00:15:06: Woher
00:15:07: kommt denn der Name Sika?
00:15:08: Es gibt unterschiedliche Geschichten dazu.
00:15:11: Ich habe nämlich auch zwei gelesen, da muss ich nachfragen weil es wird ja nur eine stimmen können.
00:15:16: Also ich weiß das nicht hundertprozentig aber die die mir am öftersten zugetragen wird ist dass also unser Firmengründer ist Kaspar Winkler.
00:15:25: seine Frau hieß Sigrid und Kaspar.
00:15:32: gelesen, auch mit den Inhaltsstoffen so ein bisschen.
00:15:35: Da kann man auch irgendwie auf sie... Guck
00:15:37: mal!
00:15:38: Auch auf sie kann.
00:15:38: die Geschichte gibt es auch?
00:15:40: Ich kann das gar nicht hundertprozentig sagen.
00:15:42: Ich finde das schön mit Kaspar und den Namen.
00:15:44: Das hat auch was regionales wie Leki oder so.
00:15:49: Wir bleiben dabei.
00:15:50: Bleiben wir einfach mal da dabei.
00:15:53: Jetzt seid ihr hier seit weltweit vertreten.
00:15:56: ich glaube vierhundert Standorte insgesamt wenn ich's richtig in Erinnerung hab.
00:16:01: Wie beeinflussen euch verschiedenste Krisenhärte?
00:16:05: Und davon haben wir gerade wirklich einige.
00:16:08: Also ich würde sagen, vielleicht fange ich weiter vorne an... Unsere Mutter sitzt in der Schweiz.
00:16:15: die CK-Gruppe und die Ck ist so aufgebaut dass es in den Ländergesellschaften in denen wir tätig sind das sind momentan hundert Drehländern gibt es immer eine eigene Company die autark arbeitet und für den lokalen Markt zuständig ist.
00:16:29: Das macht uns extrem agil und stark am Markt.
00:16:34: Bis das Beispiel ist Deutschland, wir haben hier eine starke Regulierung.
00:16:37: Das heißt unsere Produkte, die wir hier verkaufen brauchen müssen höhere Anforderungen erfüllen als jetzt zum Beispiel ein Produkt in Spanien.
00:16:47: Und das ist ganz wichtig.
00:16:49: durch diese dezentrale Aufstellung sind wir eben sehr gut in der Lage unserer Portfolio dass der jeweilige Markt benötigt, bereitzustellen.
00:16:58: Darf ich da mal kurz einhaken?
00:16:59: Weil das finde ich ja.
00:17:00: also passt so in alles was wir gerade machen wenn du sagst dass die Regulierung in Deutschland für eure Produkte höher ist als in Spanien.
00:17:11: Wir sind in der EU.
00:17:12: gibt es also national zusätzliche Regelungen die ihr dann zu beachten habt?
00:17:17: weil wenn es EU-Regelungen wären müssten sie ja theoretisch überall gleich sein.
00:17:21: Also sind's tatsächlich Standards, deutsche Zusatzstandards.
00:17:26: Über die Nomen oder Gesetze?
00:17:28: Es gibt
00:17:29: das Deutsche Institut für Bautechnik im Berlin, dass auch in Deutschland ein gehöriges Wort mitspricht wenn es um vor allem Standsicherheitsrelevante Bauten geht.
00:17:38: Es wurden sehr viele Dinge schon abgebaut eben im Zuge dieser Harmonisierung durch EU-Recht.
00:17:45: Nichtsdestotrotz ist es eben so, in Deutschland haben wir einen anderen Winter als in Spanien.
00:17:50: Das heißt ein Instandsetzungsmörtel der hier auf einer Brücke eingebaut wird muss eine gewisse Frosttausalzprüfung bestehen was in Spanienschlichtweg nicht notwendig ist.
00:18:00: Okay aber dann hat sich fast schon die nächste Frage eigentlich ich hatte so ein bisschen.
00:18:07: hast du sie schon beantwortet warum ist ein Schweizer Konzern, warum hat er eine Tochtergesellschaft in Deutschland?
00:18:16: Weil eigentlich bei uns immer die umgekehrten Fragen kommen.
00:18:20: Wir wollen in die Schweiz, weil da vielleicht das Abgabenniveau besser ist – die Bürokratie geringer.
00:18:26: Aber verstehe ich richtig, ihr produziert dann überwiegend für den deutschen Markt in Deutschland.
00:18:32: Ja, also wir produzieren auf jeden Fall für den Deutschen Markt in.
00:18:38: Wir produzieren jedoch auch hier zum Beispiel aus diesem Werk in Stuttgart tatsächlich für Achtzig-Länder-Gesellschaften im SIKA-Kunzern.
00:18:48: Und das zeigt, wie wichtig dieser Standort Stuttgarth hier für die Sikakruppe ist.
00:18:54: Die Produkte, die wir herstellen sind sehr speziell – also da braucht es hohes Knowhow auf Forschungs- und Entwicklungsseite.
00:19:04: Es sind viele unterschiedliche Rohstoffe, es sind viele patentierte Technologien.
00:19:11: Und dieser Standort ist im Moment das Herzstück für diese Reaktivharze und insofern sind wir sehr stolz dass wir ungefähr achtzig Länder aus der Gruppe beliefern.
00:19:22: Es entstehen tatsächlich jetzt in anderen Regions auch zusätzliche Produktionsstandorte für diese Technologie.
00:19:31: Aber das wächst jetzt erst, das macht schon Sinn.
00:19:33: also einen Standort ist auch in Spanien aber der ist schon komplett ausgelastet.
00:19:38: ja die können auch nicht mehr.
00:19:40: Jetzt entsteht gerade einer im Middle East.
00:19:42: Aber Stuttgart ist eben aus der Historie heraus stark.
00:19:47: Geht es dann auch weil in Deutschland die Standards ich nehme mal an wahrscheinlich mit am höchsten vielleicht auch sind und man kann ja dann quasi hohen Standard, kann man zum Beispiel ein anderes Land wo der Standard nicht so hoch ist besser so rum als andersrum.
00:20:01: Ja das ist so.
00:20:03: jedoch will ich auch ganz ehrlich sein diese Produktionsstandorte die wir hier haben sind eher historisch durch Zugkäufe gewachsen.
00:20:11: also wenn man jetzt strategische Entscheidungen trifft für weitere Produktions Standorte würde ich sagen, muss man natürlich schon immer schauen wie ist die Region aufgestellt?
00:20:23: Wo sind welche Märkte?
00:20:25: Wo brauchen wir welche Produkte?
00:20:27: und dementsprechend werden jetzt auch Investitionen getroffen für natürlich Produktionsstandorte in anderen Ländern.
00:20:34: In umliegenden Ländern.
00:20:36: also das was wir hier als sogenannte lokale Footprint haben ist sehr gewachsen durch das dass wir eben Erst Lächler übernommen haben, jetzt die MBCC-Gruppe inklusive PCI.
00:20:50: Insofern ist es wenig dabei was wir wirklich selbst gebaut haben.
00:20:55: Also ich habe jetzt während du gerade gesprochen hast gucke ich hinter dich und ihr sitzt hier direkt angrenzend ans Wohngebiet.
00:21:02: Ist das ein guter Standard hier?
00:21:04: Ist es einer der wachsen kann wollte hier wachsen also weil Das kann nur eine Straße sein und auf der anderen Seite stehen Familien, Wohnhäuser.
00:21:13: Also das ist ein guter Standort für uns.
00:21:15: Wir würden ihn gerne erweitern.
00:21:19: Das ist tatsächlich mit unterschiedlichsten Gremien aus der Region nicht... Ganz einfach zu diskutieren, sagen wir's mal so.
00:21:30: Okay das ist jetzt was ich nicht selten höre weil ich sage immer eigentlich tatsächlich meine ich ernsthaft es ist ja fantastisch dass ihr hier seid als ihr hier produziertes ist auch nicht so selbstverständlich für Stuttgart.
00:21:42: Wir müssen euch ja den roten Teppich ausrollen.
00:21:45: Vielleicht
00:21:45: klappt das ja auch Ja?
00:21:46: Wir haben tatsächliche Zeit ungefähr zwei Jahren wieder ein sehr engen Kontakt mit der Stadt Stuttgard.
00:21:53: Als ich die Geschäftsführung hier übernommen habe habe ich versucht, das Stück für Stück auch in der kulturellen Anbindung wieder aufzubauen.
00:22:02: Und wir haben sehr gute Gespräche dazu und ich gehe davon aus dass es auch erfolgreich sein wird.
00:22:09: Und dann würdet ihr hier erweitern direkt und in welche, also wenn du mir das jetzt gerade zeigst.
00:22:13: Wir
00:22:13: haben tatsächlich hier hinten, also hinter dieser kleinen Lagerfläche die Du siehst zu vorne gibt es das legendäre Maisfeld.
00:22:20: Das nennt sich bei uns so weil es auch im Moment eben ein Maisfeld ist aber das ist unsere Baureserve.
00:22:26: Welche Fläche zum Erweiteren wäre denn potenziell möglich?
00:22:30: Also theoretisch gehen wir von circa drehtausend Quadratmetern aus.
00:22:35: Also das sieht man jetzt von hier oben nicht ganz so deutlich.
00:22:39: Wir haben zwischen den Gebäuden durchaus auch noch Freiflächen und wir würden uns sehr wünschen, also ihr habt vielleicht unten die Zufahrtsituation gesehen wenn hier angeliefert wird stehen oft die LKW's auf der Straße.
00:22:55: Also unten eine gute Anmendung zu schaffen ist eines der Themen dass wir ganz dringend bräuchten Und dann hätten wir auch einen ganz anderen Materialfluss.
00:23:03: Wir könnten tatsächlich in so einem Kreis arbeiten, und das würden wir sehr gerne zügig realisieren!
00:23:11: Dann schicken wir jetzt mal von hier einen Appell Richtung Wirtschaftsförderung und statt Stuttgart den roten Teppich, den ich gerade erwähnt habe auszurollen und das Maisfeld zu erschließen.
00:23:22: Ich würde
00:23:22: mich sehr freuen wenn es
00:23:23: klappt.
00:23:24: Das legendäre Maisfeld.
00:23:25: Ja.
00:23:25: Und das ist natürlich auch wichtig.
00:23:27: ja weil ... Wenn ich Zu meinen Vorgesetzten in die Schweiz gehe, erwarten sie von mir als deutsche Gesellschaft Agilität.
00:23:37: Und das kommt jetzt zurück zu der Frage zwischen Schweiz und Deutschland.
00:23:42: Wir haben wenig Verständnis wenn ich dann sage wir haben das Problem, wir haben dass problemen die wollen Lösungen sehen, die wollen dass wir schneller agieren.
00:23:50: Insofern wäre es eben auch insgesamt für uns für die deutsche Gesellschaft super wichtig da auch Zeichen setzen zu können, um zu zeigen die Sika Deutschland in der Sika-Gruppe ist in der Lage nach vorne zu gehen große Schritte zu machen Wachstum zu generieren und das wäre wirklich wichtig.
00:24:11: Als ihr im BCC integriert habt ich weiß noch dass war ein Riesenprojekt für dich Unternehmen in eure Gruppe, in euer Unternehmen zu integrieren und das würde mich einfach nochmal interessieren.
00:24:27: Es ist ja eine ries-, eine Herkulesaufgabe auch so eine Unternehmenskultur anzupassen oder ein-, also miteinander zu matchen.
00:24:36: Vielleicht kannst du dann noch mal was sagen?
00:24:38: Ja, als wir uns getroffen haben glaube ich habe ich auch gesagt es ist das Projekt meines Lebens.
00:24:43: Ich kann mich nur erinnern da hast Du gesagt wer weiß was noch kommt.
00:24:47: Ja gut, wir sind ja noch jung.
00:24:49: Du auch für alle Dingen!
00:24:52: Aber in der Tat die MVCC-Gruppe hatte insgesamt vier Einzelgesellschaften mit ganz unterschiedlichen Schwerpunkten.
00:25:01: eine davon, eine sehr große eben die PCI.
00:25:05: Das verändert uns in der CK in Deutschland schon mal sehr vehement weil wir bis dahin sehr stark im Direktkunden Business tätig waren.
00:25:16: Also die Kunden, die bei uns gekauft haben Flachdachabdichter, die eben unsere Dachbahnen gekauft habe oder eben auch die Fußbodenbeschichter Das sind eben so spezielle Produkte.
00:25:28: da braucht es wirklich intensive Schulungen, da braucht das Training, der braucht ganz enge Betreuung und insofern gehen diese Produkte direkt.
00:25:38: Aber es gibt natürlich einen großen Warenkorb vor allem jetzt über die PCI, der im Fachhandel und dem Do-it-yourself-Business verkauft wird.
00:25:46: Und das verändert jetzt die Unternehmensstruktur schon.
00:25:48: Das macht natürlich auch was mit der Kultur im Unternehmen.
00:25:52: Das klingt auch so als wenn ich sage mal zu deinem normalen Job, der ja auch schon sehr, sehr arbeitsintensiv ist, dass da nochmal einiges dazugekommen ist?
00:26:01: Wie hat sich dein Job ... Deine Arbeit verändert.
00:26:05: In der Tat ist es so, dass ich meinen Arbeitsalltag schon noch mal anders strukturiert habe ... Man denkt ja immer, man kann nicht noch effizienter werden und trotzdem geht's irgendwie, Susanne lacht!
00:26:17: Also doch nochmal so ein Stündchen irgendwo rausgeschnitten?
00:26:20: Nee, Dinge anders tun.
00:26:21: Anders gemacht.
00:26:22: Dinge anders zu tun... Und man muss glaube ich auch immer stärker lernen an dieser Effizienz zu arbeiten und das kommt ja auch dann mit der Erfahrung.
00:26:32: Ich habe natürlich auch ein super tolles Team um mich, das würde ohne dass überhaupt nicht gehen.
00:26:38: aber ich gebe auch zu diese Taktungen, Entscheidungen zu treffen.
00:26:44: Die wird immer höher, das geht aber irgendwie auch.
00:26:46: Aber da braucht es auch Coaching.
00:26:48: Da kriege ich Coaching von der Susanne, wenn wir uns so selten treffen!
00:26:52: Aber wenn ist es immer super?
00:26:54: Für mich übrigens auch.
00:26:55: Wir coachen uns gegenseitig.
00:26:58: Und das braucht natürlich immer auch eine Außensicht.
00:27:01: Das braucht jemand, der ihn reflektiert, einer mal wieder auf den Boden der Tatsachen zurückholt ... Aber ja, ich lerne das immer noch mehr geht.
00:27:11: Wir sind ja keine einfachen wirtschaftlichen Situation im Moment.
00:27:15: Wir haben es zum Einstieg gesagt – im Moment zieht's wieder ein bisschen an die Bauwirtschaft.
00:27:20: Das bringen wir als kleines Geschenk mit.
00:27:23: Hat zumindest eine bessere Lageeinschätzung im Moment.
00:27:29: Frage, wahrscheinlich vielleicht auch eine die jetzt ein bisschen rhetorisch ist.
00:27:33: Merkt ihr das auch oder habt ihr es gespürt und welche Faktoren sind für euch insbesondere wichtig wenn du auf deine umsatzzahlen schaust?
00:27:43: Also wir sehen dass teilweise jetzt schon.
00:27:47: ja hatte ich vorher nicht so explizit erwähnt.
00:27:52: Das ist der große Vorteil des Sieger, dass wir so breite aufgestellt sind.
00:27:55: Es gibt immer Kundengruppen die mal schwächeln, dann sind Kundengruppen auf der anderen Seite wieder stark.
00:28:01: Wir befinden uns in ungefähr acht Target-Markets – das ist unsere interne Sicht, die ist auch sehr technologiebezogen und so sind wir eben in der Lage wie so ein Tausend Füßler wirklich viel auszugleichen.
00:28:14: Das heißt, wir haben das schon gesehen, dass speziell in der Bauwirtschaft im Wohnungsbau unsere Kunden tatsächlich sich stark unstrukturieren mussten und eben der Neubau, weil er ganz wenig existentes umgeswitched werden musste auf Fokusinstanzsetzung.
00:28:35: Das hat aber zum Glück einigermaßen funktioniert.
00:28:37: Ich sehe eine leichte Entspannung ich seh' tatsächlich... Ich war gestern beim großen Handelskunden, der auch gesagt hat Auftragsbücher fürs erste halben Jahr sind voll vor allem bei seinen kaufenden Kunden.
00:28:53: Ich sehe natürlich auch, dass sich die Genehmigungszahlen endlich wieder nach oben bewegen und insofern gehe ich davon aus das wir ab Mitte des Jahres auch bei uns in der Bauwirtschaft so im klassischen Wohnungsbau dann wieder Belebung spüren und ich wünsche es mir ja auch sehr.
00:29:10: Und vielleicht ist dieser Investitionsbooster, das Thema Sondervermögen dann ja auch noch mal was bei euch ankommt in dem ganzen industriellen Bau.
00:29:22: Ja also da sehen wir erste Erfolge, das hatten wir auch so erwartet.
00:29:27: Da werden wir sicherlich jetzt in diesem Jahr auch schon davon profitieren wenn auch nicht so stark wie die meisten denken aber es fängt langsam an.
00:29:37: nichtsdestotrotz ist es wichtig für die Branche Und das ist eben so mal ein Appell auch an dieser Stelle, in die Aufbruchstimmung zu kommen.
00:29:44: Denn schlussendlich wird uns jegliche Subventionen nur dann helfen wenn wir ihn trinzisch wieder in der Lage sind nach vorne zu denken.
00:29:51: Jetzt hast du gesagt ihr seid so ein bisschen aufgestellt wie ein Tausend Füßler also irgendwas funktioniert dann immer.
00:29:57: ihr seid auch viel im Automobilbereich tätig und es natürlich hier für die ganze Region ist natürlich ein großes Thema die Transformation im ganzen Automobil Bereich in der Industrie.
00:30:09: Würdest du euch eher als Verlierer in dieser Transformation oder erst Gewinner in dieser transformation sehen?
00:30:16: Bei uns ist das Geschäft zum Glück relativ stabil durchgelaufen, weil diese Technologie wechselt.
00:30:21: Zum Glück auf unser Business also auf unsere Technik.
00:30:24: Wir sind ja ein ganz kleiner Teil von dem was da produziert wird Aber der ist wichtig, weil er für die Automobilisten hohen Effizienzgewinnen bietet.
00:30:33: Ich würde jetzt mal springen Martin.
00:30:35: Wir springen jetzt zum Thema vielleicht Werte... Du bist ja jetzt eine CEO eines nicht kleinen Unternehmens und wir hatten es vorher schon mal kurz tuschiert aber trotzdem ist es immer wichtig von oben die Werte auch zu leben vorzugeben.
00:30:56: Wenn du das beschreiben würdest, was ist dir persönlich wichtig beim Thema Unternehmenskulturführung?
00:31:02: Was du auch möchtest dass es hier bei Sika bei dir gelebt wird.
00:31:06: Also als allererstes ist es mir wichtig ein Unternehmen zu sein das nahbar ist den Kolleginnen Kollegen den Raum zu geben für persönliche Kontakte.
00:31:17: ich möchte auch dass die Kolleginnen und Kollegen das Gefühl haben, dass sie gesehen werden.
00:31:23: Und was mir ganz wichtig ist, ist, dass jeder den Freiraum hat auch Dinge zu entscheiden und es ist natürlich in so einem Konzernkonglomerat nicht ganz einfach.
00:31:37: Natürlich haben wir Guidelines um Polices und das ist ja auch alles wichtig aber ich bin tief davon überzeugt, dass wir nur erfolgreich sein werden und weiterhin unseren Erfolg halten können Wenn wir es schaffen, jeden Einzelnen mit dem was er täglich tut in diesen kontinuierlichen Verbesserungsprozess reinzukriegen.
00:31:56: Das ist eine Hereranspruch.
00:31:57: das wird nicht zu hundert Prozent gelingen das weiß ich schon aber ich möchte dass das Unternehmen meinen Wert dazu kennt.
00:32:04: Ich versuche nahbar zu sein zumindest an den Standorten an denen ich bin mich intimes reinzusetzen und einfach zuzuhören dass diese persönliche Vernetzung und die persönlichen Gespräche gerade in so einer Transformationsphase, wo Prozesse auch harmonisiert werden müssen.
00:32:24: Man kann viel über Projektmanagement aufgleichen aber wenn Mitarbeiter sich nicht trauen Dinge zu benennen wird der Prozess am Ende falsch sein und dazu braucht es Offenheit Transparenz Klarheit Mut Und ich möchte gerne ein Unternehmen haben das den freien Raum für sowas bereitstellt.
00:32:45: Aber das heißt ja auch, dass du auf der anderen Seite Beschäftigte brauchst mit Arbeitenden die darauf Lust haben.
00:32:52: Also das heißt ihr auch Verantwortung zu bekommen und wahrzunehmen.
00:32:57: Es seid jetzt auch nicht wenige, das ist wahrscheinlich gar nicht so einfach.
00:33:00: Oder nimmst du das so wahr?
00:33:01: Dass es dann funktioniert oder manchmal nicht dass jemand sagt ich möchte genau wissen sagen wir was ich zu tun hab.
00:33:08: Wie gibt's das?
00:33:08: natürlich die Kollegen und das muss man dann auch respektieren denn das heißt ja nicht dass sie einen schlechten Job machen im Gegenteil das sind ganz oft auch Menschen die sehr akribisch sind Und das ist dann auch gut.
00:33:24: Ich möchte aber die mehr machen wollen, auch sichtbar werden lassen und das hängt Schluss endlich immer an den Führungskräften.
00:33:33: Wir haben zum Glück jetzt ein sehr konsequentes Talentmanagement damit eben auch Talente wirklich sichtbawerden denn in einem Unternehmen mit über drei tausend Mitarbeitern ist es gar nicht so einfach die zu identifizieren die vielleicht auch nicht die lautesten sind.
00:33:49: und dass es eben auch eines meiner Lieblingsthemen das Thema Introvertiertheit da werde ich auch nicht müde meine Führungskräfte darauf hinzuweisen, dass sie bitte nicht immer nur mit den lautesten arbeiten sondern eben auch mal dahin hören wo es sehr leise ist.
00:34:03: Ich würde gerne nochmal das noch ein bisschen erweitern.
00:34:07: der Einsatz künstlicher Intelligenz in Unternehmen.
00:34:10: welche Rolle spielt das Thema bei euch?
00:34:13: Also es spielt eine Rolle und Ich sage immer so ein bisschen, ich will das nicht despektivlich sagen.
00:34:19: Aber man weiß ja, dass die Bauwirtschaft nach der Jagd- und Fischerei, die am wenigsten digitalisierte Branche ist... Die Kunst ist es bei uns, die richtige Stelle zu finden zum richtigen Zeitpunkt mit der richtigen Aktion anzugreifen.
00:34:35: Das ist natürlich bei unterschiedlichen Abteilungen mehr oder weniger möglich.
00:34:40: Kleines Beispiel automatisierter Auftragseingang funktioniert schon ganz gut!
00:34:45: Aber das ist, glaube ich schon die große Herausforderung.
00:34:48: Bei uns laufen viele Projekte.
00:34:50: Wir haben die Integration noch nicht ganz abgeschlossen.
00:34:54: Speziell sechsundzwanzig wird uns das noch begleiten aber dann haben wir wirklich, glaub ich, achtzig Prozent des Weges geschafft?
00:35:02: Also finde ich es ganz interessant weil das heißt bei euch ist auch das Thema KI nur nicht so weit fortgeschritten dass man sich zu intensive Gedanken über die Auswirkungen auf das Thema Personalentwicklung machen muss, weil ich war nämlich letztendlich bei einem Unternehmen.
00:35:16: Dass aber auch eine ganz andere Branche aus dem Bildungsbereich kommt in denen wir uns darüber unterhalten haben dass gerade für Berufs-Einsteiger egal ob sie von der Uni kommen oder auch aus der Ausbildung und vor allem von der uni es unglaublich schwierig ist durch KI den Einstieg zu schaffen, weil die Kompetenzen die Sie haben eigentlich durch KI schon erfüllt werden können und es sein zusätzliches Invest ist, der Betriebe zu sagen.
00:35:46: Ich stelle trotzdem diese jungen Menschen ein weil sie mit Erfahrung dann besser sein werden oder in Anwendung der KI.
00:35:54: aber das kann man jetzt mal als gute Message mitnehmen studiert Bauingenieurwesen macht Ausbildungen im Bau.
00:36:01: ich nehme den Appell jetzt rein Im Übrigen ganz im Sinne unserer Unis und Hochschulen hier, die das auch sagen.
00:36:08: Auch die ganze Berichterstattung im Moment über die Krise und Stellenabbauern ist echt schwierig weil wir laufen auf den Fachkräftemangel zu und diese Berufe werden weitergebraut.
00:36:18: also deswegen Appelt falls ihr mal zuhört von jungen Menschen bitte in diese Branche gehen.
00:36:24: Das
00:36:24: kann ich nur unterstützen.
00:36:25: Daniela wie haben sie am Anfang so ein bisschen gesagt?
00:36:28: Wir brauchen noch so ein kleines Mitbringsel für unseren Nächsten Gast, hast du eine Idee für uns?
00:36:35: Was könnten wir mitbringen von Sika und ... Oder sagen was mal anders.
00:36:40: In welcher Farbwelt würden wir uns entdecken?
00:36:43: Ich hab tatsächlich eine Idee.
00:36:46: die Farbwelt ist selbstverständlich gelb!
00:36:49: So muss es sein.
00:36:50: Sika-gelb.
00:36:51: Da freuen wir uns dann auch drauf her.
00:36:53: Vielen vielen Dank für die wirklich sehr spannenden Einblicke in eine mir sehr fremde Branche.
00:36:58: also danke schön
00:37:00: Sehr gerne.
00:37:01: Vielen Dank, dass ihr bei uns zu Besuch seid!
00:37:03: Ich sage auch ganz herzlichen Dank und wir hätten noch so viele Fragen aber...
00:37:07: An Fragen lag es nicht.
00:37:09: Die
00:37:11: Zeit war's glaube ich.
00:37:12: Vielen dank.
00:37:12: Ganz viel mitgenommen.
00:37:13: Danke
00:37:14: euch.
00:37:19: Das war die dritte Folge von onehundert-siebzig-k und ich muss sagen das war ein super spannendes Gespräch mit Daniela Schmidle und diese vielen Brancheninsights fand ich wirklich spannend und bei mir haben sich so viele Fragezeichen im Kopf nochmal gelöst.
00:37:33: Susanne?
00:37:33: Was nimmst du aus dem Gespräch für dich mit?
00:37:36: Es waren zwei Punkte, die ich besonders spannend fand.
00:37:38: Einmal die Beschreibung der Nachfolge, warum sie nicht geklappt hat.
00:37:43: Das zeigt wie schwierig das ist in Familienunternehmen.
00:37:46: und das zweite war für mich Geschwindigkeit und die Kultur, die wir an den Tag legen müssen um Unternehmen im internationalen Wettbewerb, um denen es hier ja auch geht Erweiterungen und auch des Verbleiben am Standort zu ermöglichen.
00:38:03: Wenn es euch gefallen hat, gerne abonnieren, kommentieren, liken und bewerten.
00:38:06: Schaut auch mal bei Instagram vorbei.
00:38:08: atihkunterstrichregionunterstrach stuttgart gibt's ganz viele Infos rund um den Podcast aber natürlich auch noch viele weitere Sachen.
00:38:17: zusammen mit wem gehts weiter?
00:38:18: wo fahren wir hin?
00:38:19: Das nächste Mal gehen wir in die Kreativbranche.
00:38:21: ich freue mich schon sehr.
00:38:22: Wir gehen ins Big's Chess Club treffen dort Mini Schulz Und das wird bestimmt auch super spannend.
00:38:29: Und natürlich könnt ihr auch gerne noch mal die ersten zwei Folgen nochmal nachhören.
00:38:33: In der ersten Folge waren wir bei Tritchler, haben über die Situation das Einzelhandelste in der Stuttgarter Innenstadt gesprochen.
00:38:38: Wir saßen dann mit Thomas Preuninger.
00:38:40: Ich erinnere mich noch sehr gut war ein sehr nettes Gespräch in der hauseigenen Kochschule und unser Besuch bei Ulrich Hepper am Stuttgärter Flughafen lohnt sich auch da nochmal reinzuhören?
00:38:50: Das wars schon für heute ging irgendwie unglaublich schnell rum.
00:38:52: alles Bis zum nächsten Mal.
00:38:53: Ja
00:38:53: bis zum nächsten mal Hört rein macht Werbung wenn ihr wieder dabei seid.
00:39:01: Echte Nähe, echte Gespräche, echten Wirtschafts
00:39:05: hier
00:39:05: aus der Region Stuttgart!
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