Zwischen Klassenzimmer und KI: Was Schulen und Wirtschaft jetzt brauchen

Shownotes

Fachkräftemangel, schwache Bildungsleistungen und der rasante technologische Wandel: Unser Bildungssystem steht zunehmend unter Druck – mit Folgen auch für Wirtschaft und Gesellschaft. Gleichzeitig verändert Künstliche Intelligenz grundlegend die Art, wie gelernt und gelehrt wird.

„Ein Viertel der Grundschulkinder kann am Ende der vierten Klasse nicht richtig lesen. Das ist eine Katastrophe. Wenn wir heute nicht in Bildung investieren, zahlen wir morgen einen sehr hohen Preis – wirtschaftlich und gesellschaftlich“, sagt David Klett, Vorstand der Ernst Klett AG.

In der fünften Folge des IHK-Podcasts 178k spricht er mit Susanne Herre und Martin Hoffmann über Reformstau, fehlende Investitionen und die Chancen von KI für die Bildung der Zukunft. Wie Bildung zukunftsfähig gestaltet werden kann und warum jetzt die richtigen Weichen gestellt werden müssen, hören Sie in der aktuellen Folge.

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00:00:01: Susanne, wir sind hier mitten im Stuttgarter Westen direkt am Feuersee und man hört es wahrscheinlich.

00:00:05: Wir sind an der Straße.

00:00:06: viel Verkehr- und auch Baustellenlärm gegenüber ist der Ernst Klettverlag

00:00:10: Und mit David Klett dem Vorstand der Klettgruppe wissen wir jetzt auch gleich verabredet.

00:00:15: Der Klett Verlag ist bekannt für Schulbücher.

00:00:17: da kommen Erinnerungen

00:00:18: hoch oder?

00:00:19: Ja Nostalgie

00:00:21: Lassen wir das an der Stelle!

00:00:22: Schulbügger

00:00:23: macht Klett immer noch aber darüber hinaus natürlich viel mehr.

00:00:27: Die Klettgruppe ist weltweit aktiv, Hauptsitz ist aber hier in Stuttgart.

00:00:31: Welche Rolle spielt so ein Konzern

00:00:33: für die Region?

00:00:34: Klett steht für die Stadt und den Verlagstandort Stuttgarth hat eine enorme Bekanntheit, ist ein Familienunternehmen und umprägend.

00:00:44: aus meiner Sicht Und ich habe es gerade schon gesagt, ein bisschen Nostalgie springt auch mit wenn man an seine eigene Schulzeit zurück denkt.

00:00:55: Der Wirtschafts-Podcast der IHK Region Stuttgart.

00:00:58: Mit Susanne Herrre und Martina Hoffmann.

00:01:04: Künstliche Intelligenz ist aus unserem Alltag nicht mehr wegzudenken, manchmal wissen viele gar nicht, dass im Hintergrund eine KI arbeitet.

00:01:10: Porsche übergreifen wird KI wichtiger?

00:01:13: Aber wie sieht das konkret im Bildungssektor aus?

00:01:17: Und wo geht die Reise?

00:01:19: Über das wollen wir noch viel mehr mit David Gletsch sprechen!

00:01:26: Wir sind jetzt in Klett-Verlag.

00:01:27: Wir wurden hoch ins zweite OG geschickt

00:01:29: und ... Sehen Herrn Klett schon?

00:01:32: Da ist er schon direkt!

00:01:36: Hallo Herr Klett,

00:01:40: bitte hier können wir uns hinsetzen.

00:01:45: Wir schladen unseren Podcast immer mit persönlichen Fragen und ich habe jetzt meistens auch nach dem beruflichen Wertegang gefragt.

00:01:53: Und bei Ihnen finde ich das super interessant, weil Sie haben Wirtschaftswissenschaften, glaube mal auf eher Trocken- und Philosophie... für mich sehr kreativ und geistig studiert, passen diese zwei Studienfächer zusammen?

00:02:08: Und wie kam es zu dieser Studienwahl?

00:02:10: Ja das klingt wie ein Widerspruch.

00:02:12: Für mich fühlt es sich gar nicht wie einen Widerspruch an.

00:02:15: ich habe in Wittenherdecke studiert und Witten Herdecke war als kleine sehr spezielle Uni mit einem sehr eigenen Profil schon bei den Wirtschaftswissenschaften geistlich sehr offen sehr frei.

00:02:27: also mein erster Professor war Soziologe bei dem ich am Ende dann auch promoviert habe, obwohl das im Fach BWL war.

00:02:34: Das war ein Witten typisch.

00:02:35: Witten war auch bekannt für sein Studium Fundamentale.

00:02:38: jeden Donnerstag.

00:02:39: Ging es um Philosophie und Literatur, um Phänomenologie der Musik.

00:02:44: Und nach dem wirtschaftswissenschaftlichen Studium hab ich einfach gemerkt Ich will noch mehr davon.

00:02:49: Insofern war es für mich eigentlich.

00:02:52: diese geistige Öffnung war für mich dass was ich mehr haben wollte Die Wirtschaft wissenschaften dann weiterzugehen und mit dem Diplom in der Tasche dann Philosophie- und Kulturreflexion, so hieß der Studiengang damals nach den Bachelor zu machen.

00:03:06: Und dann zu promovieren?

00:03:07: In der Soziologie haben Sie dann promoviert.

00:03:09: Genau!

00:03:10: Ja im Bereich Kindheitsoziologie.

00:03:12: Okay passt da dann zu dem was sie jetzt machen?

00:03:14: aber Kindheit ist noch mal ein gutes Stichwort wenn ich das aufgreifen darf.

00:03:18: Sie sind in eine Unternehmensfamilie geboren und hineingewachsen.

00:03:25: Was macht das besonders?

00:03:27: Wie haben Sie es wahrgenommen als Kind?

00:03:29: oder haben sie es überhaupt vielleicht gar nicht

00:03:31: wahrgenommen?".

00:03:32: In Familienunternehmen sagt man ja oft, dass das Unternehmen mit am Tisch sitzt.

00:03:35: Und bei uns saßt das auch mit am Tisch – auch wenn mein Vater zumindest, als wir kleiner waren, peinlichst darauf bedacht war, nicht über das Unternehmen zu sprechen.

00:03:44: aber meistens ist ja auch das Tabu ja nur dies unthematisierte Anwesende.

00:03:49: Für mich war das immer spürbar vor allen Dingen in Form der Sorge.

00:03:53: Denn uns ging es als Unternehmen in den Siebzigerjahren, in den Achtziger-Jahren nicht wirklich gut.

00:03:58: Wir haben unter dem sogenannten Pillenknick gelitten, im Jahr nineteenhundertsechzig meine Wurde die Pille erfunden und neunzerdreinzebzig haben die Deutschen nur noch halb so viele Kinder bekommen nämlich von eins Komma drei Millionen auf rund siebenhunderttausend.

00:04:12: und das ist für Schulbuchverlage immer eine Katastrophe Denn es gibt einen direkten Zusammenhang zwischen Fortpflanzungsrate und Schulbuchumsatz.

00:04:22: Und das hat uns quasi an die Pleite geführt, sodass wenn ich heute zurückdenke an die Zeit ... An Erinnerung an meinen Vater ist, dass er eben mit Sorgenfalten nach Hause kamen.

00:04:30: Ich hab ja selber vier Kinder.

00:04:32: Wie ist das heute?

00:04:33: Wenn Sie jetzt bei sich am Ess-Tisch sitzen, halten Sie's Unternehmen dann raus oder haben Sies dabei?

00:04:40: Also, ich hab's eigentlich immer dabei!

00:04:42: Ich glaube, heute sind wir noch ungezwungener eigentlich mit dem Thema unterwegs.

00:04:47: Meine Kinder bekommen natürlich viel mit übers Unternehmen, einfach weil das Unternehmen größer und sichtbar geworden ist.

00:04:52: Und wenn sie in die Schule gehen und Klett heißen oder Klettbücher haben allein dann kommen Sie mit dem Unternehmen in Berührung.

00:05:00: Ich würde sagen heute ist insgesamt das Thema entspannter, weil wir eine große Familie sind und ich habe Cousine und Cousins ersten und zweiten Grades.

00:05:11: Wir sind also In der Familienunternehmensforschung nennt sich das Großfamilienorganisation unterwegs.

00:05:18: Wir sind vierzig Gesellschafter, darunter auch einige Minderjährige und für uns ist das Sprechen über das Unternehmen etwas ganz Normales und Alltägliches geworden ohne jegliche Verkampffungen.

00:05:30: Und es gilt für meine Kinder und das gilt für die anderen jungen Leute bei uns in der Familie auch.

00:05:37: Ich sage es mal der Weg so ein bisschen auch schon vorgezeichnet, dass sie sagen okay ich werde später auch mal wirklich aktiv in diesem Familienunternehmen arbeiten.

00:05:45: Überlegt habe ich mir das schon sehr ernsthaft und ich glaube jetzt im Rückblick kann man sagen mein Vater wollte das auch und er hat da keinen Held rausgemacht und dass sich Wirtschaftwissenschaften studiert haben hat sicherlich was damit zu tun gehabt.

00:06:00: Dass ich dachte das ist das was man brauchen kann wenn man versucht bei uns im Unternehmen Karriere zu machen.

00:06:06: Wir haben als Familien interne recht strenge Regeln schon sehr lange, was man eigentlich alles gemacht haben muss um es versuchen zu dürfen.

00:06:15: Und diese Liste kannte ich und an der hab' ich mich dann orientiert.

00:06:21: zum Beispiel habe ich Latein- und Griechisch in der Schule mehr schlecht als Recht gelernt.

00:06:26: aber als jemand der hier Karriere machen will müssen sie ja als Familie Mitglied zwei lebende Fremdsprachen sprechen weshalb ich zum Beispiel nach dem Studium nach Frankreich gegangen bin, um erst mal noch Französisch zu lernen.

00:06:37: Einfach damit ich diese Qualifikation

00:06:39: mitbringe.".

00:06:39: Also ich will damit sagen... Ich hatte das Unternehmen schon im Auge und musste dafür auch aktiv was tun.

00:06:44: Ich will aber auch sagen dass gerade während der Promotionszeit mir der Gedanke schon auch kam und laut kam, dass sich vielleicht etwas anderes machen könnte.

00:06:54: also es gab immer wieder andere Überlegungen und Phasen in denen ich das Gefühl hatte, vielleicht könnte ich ja doch versuchen Professor zu werden, der Soziologie.

00:07:03: Erst als ich dann in New York für Scholastic einen damals fantastischen Kinderbuchverlag gearbeitet habe war es für mich klar das ist der Weg und ab da gab's keinen Halten mehr Bevor

00:07:14: wir gleich noch auf den Verlag natürlich zu sprechen kommen.

00:07:18: Ich hab gelesen sind Honorakonsul von Thailand.

00:07:21: Das klingt erst mal großartig.

00:07:24: Ich kann mir das sehr gut auf einer Visitenkarte auch vorstellen.

00:07:27: Wie sind sie dazu gekommen?

00:07:30: Ich sage es mal zu Ihrer normalen, in Anführungszeichen Tätigkeit.

00:07:35: Eigentlich gar nicht!

00:07:37: Man kann eine ganz kleine Brücke bauen... ich habe vor vielen Jahren meine jetzige Frau auf der Frankfurter Buchmesse kennengelernt und zum Spaß kann man sagen bei uns in der Branche verliebt man sich auch die Frankfurte Buchmessen.

00:07:49: So war's bei uns nicht aber später hat's da neben gefunkt.

00:07:52: Meine Frau ist Eigentümerin und Verlegerin des schönsten und vielleicht größten Kinderbuchverlags in Thailand Und aus dieser Erstbeziehung und dann aus dieser Ehe heraus habe ich auch eine handfeste Thailand-Meise entwickelt.

00:08:09: Ich bin völlig fasziniert von dem Land, und ich lebe da auch meinen Interesse an der Bildung aus.

00:08:16: Ich arbeite viel am Thema Berufsschulkorporationen – wie kriegen wir thailändische Berufsschoolen?

00:08:21: Und deutsche Berufssschulen vor allem hier in Baden-Württemberg miteinander ins Gespräch?

00:08:25: Wie kann man voneinander lernen?

00:08:27: Und zwar in beide Richtungen sehe ich da viele Chancen.

00:08:29: Und über diesen Zusammenhang gab es einen Kontakt zur Schwester des jetzigen Königs, Prinzessin Sirinthorn die Stuttgart besucht hat und damals war das Königreich Thailand auf der Suche nach einem Vertreter, der sich hier vor einigen um den Diaspora kümmert also die Teilhänderinnen und Teilhändern, die hier in Brandwürttemberg leben was einige Zehntausend sind.

00:08:51: und dann haben sie mich gefragt und ich habe's gern gemacht.

00:08:53: Ich finde jetzt sind wir schon auf dem Weg tatsächlich in das Bildungsthema auch rein.

00:08:59: Vielleicht einfach auch nochmal, also ich erinnere mich auch Klettbücher, Schulbüche ist ganz toll aber Klett macht ja heute viel mehr als nur Schulbühcher.

00:09:09: Tatsächlich, wir kriegen das wahrscheinlich nicht weg.

00:09:12: die erste Gedanke der den meisten Menschen kommt, wenn sie Klett hören.

00:09:16: Das sind die mit den Schulbüchern.

00:09:17: aber das erste Missverständnis ist dass das immer Schulbicher sein sollen.

00:09:20: Klett bietet einen riesen Repertoire in unterschiedlichsten Medienform und Lösungen an, die den Lehr-Lernprozess unterstützen und da ist der Schuhbuch eben nur eine Form davon.

00:09:30: Das zweite ist, dass wir oft mit Deutschland assoziiert werden Aber wir sind in siebenundzwanzig Ländern mit eigenem Unternehmen unterwegs.

00:09:37: Wir sind führende Schulbuchverlage in Großteil der europäischen Länder.

00:09:42: Zum Beispiel in Finnland verkaufen wir kein Einzigeschulbuch.

00:09:45: Das sind rein digitale Lernumgebungen für die Sekundarstufe II, in dem Fall.

00:09:50: Man kann die Kaiser noch weiterziehen.

00:09:52: Die Hälfte unseres Umsatzes, das Klett steht vor rund ein bis zwei Milliarden Euro Umsatz kommt aus den Betrieb von Bildungsinstitutionen also über Zwarhundert Kitas und rund fünfzig Schulen mehrere Dutzend Berufsschulen und Universitäten, Fachhochschulen genau genommen.

00:10:10: Kitas betreiben wir auch außerhalb von Europa zum Beispiel in Afrika, Südafrika, Sierra Leone, in Australien meistens in Partnerschaften oder jetzt kürzlich ist Indien dazu gekommen Und all das ist ein Klett.

00:10:25: Von den rund elfundhalb Tausend Mitarbeiterinnen und Mitarbeitern ist die größere Zahl wahrscheinlich, sind wahrscheinlich Lehrerinnen und Erzieherinnen.

00:10:32: Wenn Sie das so schildern, dann kann ich verstehen was Sie vorher gesagt haben dass Ihr Vater manchmal die Sorgen ja auch mit an den Tisch gebracht hat.

00:10:39: Das ist ein unglaublich großes Unternehmenkonzern würde ich fast gar sagen... Was sind die Themen diese Momente am meisten?

00:10:48: beschäftigen, wenn sie auf den Rahmen schauen?

00:10:51: Das Thema das uns beschäftigt und auch mit Sorge also zu uns Sorgen macht ist dass die Leistungen zum Beispiel europäischen Bildungssysteme schwächer werden schlechter werden.

00:11:04: Das gilt in Deutschland.

00:11:05: Die Zahlen werden Sie kennen.

00:11:07: Wenn ein Viertel aller Schülerinnen und Schüler die aus der Grundschule kommen nicht mal auf Basisniveau lesen können dann ist es eine Katastrophe.

00:11:15: Und wir sehen das nicht nur in Deutschland.

00:11:19: Mal in der anderen Ausprägung sehen wir das auch, zum Beispiel in den Niederlanden.

00:11:25: Was die Lesefertigkeit anbelangt.

00:11:27: und selbst Finnland hat sich enorm verschlechtert was die Schülerleistungen anbelankt seit dem PISA-Shock, seit dem Jahr zweitausend, seitdem wir eigentlich wissen dass Finnland vorne ist.

00:11:37: Finnland ist immer noch besser dran als wir und das beschäftigt uns ja weil welchen Beitrag können wir leisten um Lehrkräfte zu entlasten und zu befähigen mit Herausforderungen umzugehen, mit denen sie jetzt zu kämpfen hatten.

00:11:51: Herausforderung, die ist vielleicht so vor zehn oder fünfzehn Jahren noch gar nicht klar.

00:11:54: Und was würden Sie sagen sind die Gründe für diese Problematik?

00:11:58: Also wenn das vor allem europäisches Phänomen ist... also wir diskutieren sehr oft sehr Deutsch- oder baden-württembergisches im Vergleich der Länder untereinander aber wenn Sie sagen diesen baden württmbergischen Entschuldigung, es ist ein europäisches Phänomene.

00:12:12: Was sind aus Ihrer Sicht die Gründen?

00:12:15: Ich

00:12:16: versuche mich da so gut wie möglich auch abzusichern empirisch, indem ich versuche die großen Vergleichstudien zu lesen und deren internationalen Vergleichstudie zu lesend und zu gucken.

00:12:26: Was wird der als Argumente vorgebracht?

00:12:29: In der Bildung kommt man ja schnell zu allen möglichen Hypothesen.

00:12:33: Und das was ich verstehe, was naheliegend ist es gibt sicherlich einen Corona Effekt dass einfach viele Kinder nicht ausreichend beschult werden konnten in der Zeit.

00:12:44: Es gibt das Thema Lehrermangel.

00:12:48: Wir haben in fast jedem europäischen Land viel zu hohe Zahlen an Ausfallstunden, es gibt in vielen Ländern eine wachsende Heterogenität also dass Schülerinnen und Schüler einfach mit sehr unterschiedlichen Bildungsvoraussetzungen in die Schule kommen und individueller gefördert werden müssen.

00:13:11: Ich glaube, das wird jetzt auch immer deutlicher, dass der übermäßige Gebrauch von digitalen Endgeräten und sozialen Medien Folgen hat.

00:13:21: Und all das zusammen – da gibt es noch einige andere Effekte – kann eine ziemlich explosive Mischung entwickeln.

00:13:28: also wir sprechen selber von Bildungssystem unter Stress einfach weil sie sehr viele verschiedene Stressfaktoren haben, von dem einer allein schon Arbeit genug wäre und jetzt kommt's halt geballt zusammen.

00:13:39: Aber das hieße, wenn ich jetzt einen Punkt aufnehme, Mangel an Lehrerinnen und Lehrern, Personalmangel.

00:13:46: Wäre es ein Wunsch oder eine Empfehlung auch an die neue Landesregierung dort zu priorisieren?

00:13:52: Und dort auch zu investieren, den Mut zu haben, auch klare Prioritäten zu setzen?

00:14:00: Ich mach's mir leicht!

00:14:01: Die Antwort ist ja.

00:14:02: Er ist allerdings auch klar... Jeder ruft nach mehr und wir haben es mit einer prekären Haushaltslage zu tun.

00:14:09: Und eine Politik, die zumindest auf der Bundesebene halt viel an laufenden Haushaltsposten über auf Pump finanziert.

00:14:20: uns muss allen klar sein dass das nicht nachhaltig ist.

00:14:22: also Auf der anderen Seite muss ich sagen wenn sie in Kinder nicht investieren wird's immer wahnsinnig teuer hinten raus.

00:14:30: Insofern denke Ich alles was unsere Schulen Unsere Kitas und unsere Schulen nicht leisten können, spiegelt sich in den Lebensperspektiven und in Biografien der jungen Menschen die da rauskommen.

00:14:45: Und was sie in der Schule nicht mitgegeben bekommen wird ihnen ihr ganzes Leben fehlen.

00:14:54: Das hat natürlich ökonomische Perspektiven aber auch etwas das eigene Lebensglück anbelangt enorme und schlimme Folgen.

00:15:02: Sofern sage ich, das wäre jetzt die lange Antwort.

00:15:05: ja wenn ihr da nicht investieren wollt.

00:15:08: also mir fallen schon noch ein paar andere Feldern wo es auch enorm wichtig ist.

00:15:11: aber das wird einfach dann sehr sehr teuer und vielleicht sogar katastrophal für den Industriestandort und Wissensstandort Deutschland wenn wir da schludern und wir schludern da.

00:15:23: Wenn Sie sagen die Lehrerin Lehrer zu wenige oder vielleicht haben sie auch zu wenig Zeit für ihren Bildungsauftrag Sehen Sie da Chancen auch in KI?

00:15:31: Also ich komme jetzt extra mal auf die Lehrende zu sprechen und gar nicht auf die Frage, die wir gerne auch noch ansprechen was KI für eine Rolle spielt.

00:15:41: Für die Lernenden sondern für die Lehren.

00:15:44: ist das nicht eine Erleichterung oder kann es eine Erlegterung oder Chance auch an der Stelle geben oder sein?

00:15:51: Mit jeder technologischen Großinnovation und ich glaube da ist die KI wahrscheinlich ungesehen, also so schätze ich sie ein.

00:16:00: Was diesen Sprung oder diesen Erweiterung des Möglichkeiten-Raums anbelangt ergeben sich natürlich auch Chancen in fast allen Lebensbereichen und natürlich so auch in der Schule.

00:16:11: Wir wissen das Lehrerinnen und Lehrer enorm zu leiden haben unter Bürokratie und über einen möglichen Kram sind Sie machen müssen, der eigentlich nicht am Kind passiert oder am Jugendlichen Und natürlich ist die Hoffnung berechtigt dass man dafür Entlastungen sorgen kann.

00:16:28: Ich glaube, der Weg ist allerdings weit.

00:16:31: Wir sehen das Bildungssysteme sich wahnsinnig schwer tun schnell die Möglichkeiten richtig zu ergreifen.

00:16:40: wir haben sehr viele rechtliche Hindernisse zum Beispiel KI in der Schule rechtssicher einzusetzen und so dass auch Lehrerinnen und Lehrer sich da sicher fühlen.

00:16:52: Dann denkt der Staat, haben wir jetzt in Deutschland den interessanten Fall.

00:16:54: Dass der Staat sagt, ach nein das machen wir mal selber und bietet eine staatliche KI an und wir können schon sehen.

00:17:00: es ist also in meiner Sicht dann eher ein Rückstritt.

00:17:03: also man kastriert sozusagen die Möglichkeiten bevor es überhaupt richtig losgeht.

00:17:07: und so sehe ich's einfach noch nicht so richtig dass generative KI zu wirklichen Entlastung führt.

00:17:13: in der Breite In Einzelfällen, wie immer finden sie natürlich sensationell spannende Beispiele.

00:17:19: Also wir fallen einige Schulen ein wo meistens die Schulleitung sagt nein Wir finden da kreative Wege unsere Lehrkräfte zu entlasten und wir gucken uns genau an welche Prozesse und welche Workflows wir jetzt kaillisieren können damit die Lehrer mehr Zeit am Kind haben.

00:17:37: Ich glaube, Beispiele gibt es genug und als Bildungsunternehmer interessieren sie mich natürlich auch weil ich mir vorstelle dass ich da bei den Schulen einen Stich machen kann und ihnen interessante Lösungen anbieten kann aber geknallt hat's noch nicht.

00:17:49: Aber

00:17:49: weil Sie gerade sagen selbstinteressante Lösungen bieten das heißt Sie investieren auch konkret in KI-Lösungen für Schulen, für Lehrinnen und für Lehre?

00:17:58: Ja also Das kann sowohl auf der Ebene der Schulorganisation als auch der Unterrichtsorganisation, also auf der Ebene der Inhalte passiert das.

00:18:11: Wenn es um KI-gestütztes Feedback, individuelles Feed back an Schülerinnen und Schüler geht oder wenn es um einfach das Smartermachen von Lösungen geht in Finnland, in unserer Lernumgebung dort ist es zum Beispiel im Fach Mathematik völlig normal, dass die Schülerinnen wenn sie in Selbstlernphasen sind in einer didaktisch intelligenten Art und Weise von KI gefördert werden.

00:18:36: Also eben nicht sich Lösungen geben lassen das Erarbeiten von Skills, Skippen sondern genau andersherum eigentlich Kompetenzen mit der Hilfe von KI aufbauen können weil sie eben didaktische wertvolle Hinweise bekommen die ihnen hilft den nächsten Schritt zu gehen und ihre Verständnis zu erweitern.

00:18:55: die Beispiele aus unseren rund forty-fünf Verlagen sind, könnten hier tagesfüllend sein wenn ich die vortrage.

00:19:01: Was sich auch total spannend fand das KI zum Beispiel auch zu einer gewissen in Anführungszeichen barrierefreiheit irgendwie nochmal beitragen kann weil es gibt ja natürlich jetzt auch unterschiedliche Lerntypen, die da vielleicht noch mal anders irgendwie davon profitieren können aber natürlich auch ich sage es mal Menschen oder Kinder mit Behinderung

00:19:20: z.B.,

00:19:21: die dann nochmal ganz anders profitieren.

00:19:24: Was wir immer wieder hören auch aus Schulen ist allein auf der sprachlichen Ebene, wenn sie hunderte von Kindern, tausende von Kindern in unseren Schulen haben die frisch aus der Ukraine kommen und eigentlich super fit sind aber den Arbeitsauftrag nicht verstehen können.

00:19:36: Also ein ganz naheliegendes Beispiel wo wir sagen da kann KI sofort helfen.

00:19:42: natürlich beschäftigt uns genauso und wahrscheinlich jeden in der Schule die Schattenseite der generativen KI für den Lernprozess.

00:19:49: Es ist aber nicht so, ich nutze jetzt TechGPT für mich als den perfekten Nachhilfelehrer.

00:19:57: Für meine IT-Probleme.

00:19:59: Also es gibt niemanden der so geduldig mit mir ist und noch dreimal sagt ja wir versuchen's nochmal von vorne.

00:20:05: Ist das also eine Riesenchance?

00:20:07: Total super!

00:20:09: Aber gehört es nicht.

00:20:09: auch dazu frage ich mich dann manchmal, dass mein Gegenüber mal Nachhilfelehrer auch mal sauer wird und sagt, du müsstest doch einmal verstanden haben.

00:20:17: Also was will ich sagen?

00:20:18: Es geht natürlich auch so ein bisschen... soziales Verhalten verloren.

00:20:24: Strenge Hand, mein See!

00:20:26: Ja oder mal... ja also mein Vater und das endet immer Tränen.

00:20:30: Ja ich würde niemanden... Also dann sollte man seine Kinder eigentlich nicht unterrichten wenn einer weint.

00:20:35: Wenn ich eins gelernt habe in der Bildung gibt's kein Entweder-Oder es gibt immer nur ein Sowohl als auch.

00:20:41: Also Bildung ist einfach zu breit und zu vielschichtig und allein eine einzige Unterrichtsstunde durchläuft in der Regel mehrere Phasen, in denen sehr unterschiedliches passiert.

00:20:51: Das heißt so eine pauschale Aussage mit KI wäre doch super weil sie so hyper individuell sich auf den einzelnen Schüler konzentriert.

00:21:00: ist es eben für einen bestimmten Moment im Lehr- lernprozess richtig und dem anderen eben falsch?

00:21:05: ja ich bin selber ein bisschen geschockt gewesen.

00:21:09: Ich war letzte Woche in Finnland habe viele Oberstufen Klassen besucht sehr reinenweise Schülerinnen und Schülern, die einfach nebeneinander in abgedunkelten Räumen sitzen.

00:21:19: Und sich durch irgendwelche Lernstrecken klicken, indem sie super individuelle Rückmeldung von den jeweils genutzten Plattformen bekommen.

00:21:30: Tipptopp!

00:21:31: Und trotzdem ist das überhaupt nicht meine Vorstellung von einem gelingenden anregendem Lernprozess.

00:21:38: Für mich war das beklemmend, einfach die fünfundzwanzig Leute zu sehen.

00:21:41: Die geradeaus in ihre Bildschirme starten weil ich sage wo sind sie?

00:21:45: und es verpfiehle Klassen besucht.

00:21:46: Wo ist jetzt der Moment des Miteinander an etwas arbeiten?

00:21:51: Und eben auch... Das muss ja nicht gleich der wütende Vater sein aber es kann vielleicht auch der etwas duppelige Nebensitzer sein den man mal hilft was zu verstehen oder Man isst sich nicht eins in der Problemlösung.

00:22:03: und da passiert ganz viel in dem Moment sich eben solche Bildungsprozesse als ein soziales Setting vorzustellen.

00:22:09: Und insofern wäre das meine Antwort, ja sie können sensationelle Dinge wertvolle Dinge tun mit KI im Klassenzimmer und Sie können es auch einfach komplett kaputt machen.

00:22:20: Als ich's letzte Mal bei Ihnen war haben Sie mir eine kleine Hausaufgabe mitgegeben die ich gemacht habe.

00:22:26: Sie hatten erwähnt dass es Studien gibt Stanford, Harvard die sich damit befassen von KI auf Studienabsolventen und den Einstieg ins Berufsleben.

00:22:41: Und ich habe das tatsächlich angeschaut, in unterschiedlichen Prozentsätzen zwischen sieben und dreizehn Prozent kann man sehen dass durch KI tatsächlich Jobs, Einstiege-Jobs auch verloren gegangen sind.

00:22:57: Das hat mich seit unserem letzten Gespräch im Übrigen nicht mehr losgelassen und das Thema ist nach meiner Einteilung auch eines, dass immer mehr diskutiert wird.

00:23:06: Haben wir da ein Problem für das wir in der Unternehmenswelt vielleicht sensibilisieren müssen?

00:23:15: Dass wir nicht gerade diese Anstiegs-Chops komplett durch KI wegrationalisieren?

00:23:23: Denn wir brauchen die Menschen dann irgendwann später, wenn sie qualifiziert sind und mit KI arbeiten können.

00:23:28: Also ich fühle mich geschmeichelt, dass Sie mir da auch die Kompetenz dazutrauen, das zu beurteilen.

00:23:34: Ich bin nun wahrlich kein Experte für dieses Feld.

00:23:37: Ich kann mir nur meine Gedanken dazu machen Und ich sehe – ich glaube das Problem was wir damals angesprochen haben ist gerade junge Menschen die in Betrieben anfangen zunächst mal vieles nicht können, was die KI schon kann und sich der eine oder andere Betrieb halt denkt na gut.

00:23:54: Dann kann ich mir die ja auch sparen und damit eigentlich den Weg versperrt dass Menschen erst einmal in ihre Kompetenz sozusagen hineinwachsen können müssen bevor sie dann richtig sich entfalten können und einen Beitrag leisten können.

00:24:09: Ich kann mir sehr gut vorstellen das viele Unternehmen in diese Falle tappen.

00:24:14: also da ist dieses süße Gift Früher Ausbildung, die ja immer auch bei Berufseinsteigern passiert.

00:24:22: Auch wenn man es nicht so nennt und das man dann später merkt wir finden nicht genug qualifizierte Kräfte.

00:24:29: Ich will aber auch sagen dass ich und das finde ich wirklich atemberaubend wie enorm schnell KI sich weiterentwickelt Und ich befürchte einfach dass das Spektrum dessen was KI kann immer mehr wächst und eigentlich dieses Problem sich immer mehr verschärft.

00:24:42: Sie hatten vorher zwei Punkte genannt zum Thema Bildung und dem Personalmangel bei den Lehrerinnen und Lehrern, aber sie hatten auch das Thema Social Media erwähnt.

00:24:54: Also das ist er, ich habe gerade auf unseren künftigen Ministerpräsidenten zitieren der vor kurzem bei uns in einer Versammlung waren gesagt hatte wir verblöden zunehmend und Social Media dafür verantwortlich gemacht hat.

00:25:05: Ich glaube jetzt soll ein Handyverbot an Schulen die Antwort sein?

00:25:10: Wie ist Ihr Blick auf das Thema social media und wie auch Verbote dieser Art?

00:25:15: vielleicht entfalten wir das mal ein bisschen Zunächst mal, wenn es um Social Media geht.

00:25:20: Es gibt die persönlichen Beobachtungen, die ich mache als Vater, als Onkel, als Tante, als braver Zeitungsleser und muss mir daraus eben ableiten wie ich bestimmte Dinge sehe Und habe halt den Verdacht dass wenn junge Menschen vier fünf sechs Stunden am Tag in sich im sozialen Medien aufhalten Und da gibt es ja sehr unterschiedliche Zahlen, komischerweise bei der Bitkom sind's immer weniger und auf anderen Stunden mehr.

00:25:48: Können wir auch mal gucken warum das so ist?

00:25:52: Fällt mir nicht schwer zu sagen okay das kann nur schädlich sein.

00:25:55: und wenn ich die Studienlage unter tut sich gerade in letzter Zeit recht viel überblicke dann wird das sozusagen wird der Eindruck auch einfach immer klarer dass zum Beispiel bei jungen Mädchen die Korrelation zwischen hohem Gebrauch von sozialen Medien in jungen Jahren Belastungen oder Krankheiten im psychopathologischen Bereich einfach, dass dieser Zusammenhang nicht mehr zu übersehen ist.

00:26:19: Und insofern sage ich für jeder Versuch entweder auf der Ebene der Plattformbetreiber und wenn es halt dann nicht geht auf der Ebene der Konsumenten für eine Reduktion zu sorgen scheint für mich sinnvoll zu sein.

00:26:34: Ich sehe aber auch das enorm schwierig ist.

00:26:35: also Auch Australien scheint ja kein super Erfolg zu sein Wenn man sieht wie schnell die jungen Menschen halt Wege finden halt doch zu den sozialen Medien zu kommen.

00:26:46: So, das ist sozusagen die... Da will ich mich selber darstellen oder sehe ich mich als einfach jemand der so wie sie versucht zu verstehen was da gerade passiert und man wundert sich ein bisschen wie Träger eigentlich die Verantwortlichen damit umgehen.

00:27:01: So wie wir Kinder ja nicht Alkohol trinken lassen oder irgendwelche anderen Drogen nehmen tun wir uns enorm schwer hier regulierend einzugreifen.

00:27:09: Das andere ist die Schule tendenziell.

00:27:11: Ich tue mich mit diesem Thema Handyverbot dahingehend schwer, dass ich eigentlich stark an die möglichst autonome Schule glaube.

00:27:20: Also ich glaube das wenn es eine Sache gäbe, die unserem Bildungssystem helfen könnte ist viel Entscheidungsmöglichkeiten auf die Ebene der Schule zu verlagern weil dort das Verständnis am größten ist, was los ist.

00:27:32: Und weil ich in anderen Ländern und bei mir dort reagieren muss also an den Schülern mit Blick auf die Eltern, die man hat.

00:27:39: Ich sehe zum Beispiel in Niederlanden dass so eine höhere Autonomie der Schule oft hilfreich ist.

00:27:45: Da ist natürlich ein Widerspruch gleichzeitig zu sagen aber jetzt werden erst mal Handys verboten.

00:27:50: Insofern habe ich da in mir einen inneren Konflikt.

00:27:54: Was sich aber sehr an Schulen ist, Handyverbote scheinen für mich einfach nur erstmal reine Notwehr zu sein.

00:28:01: Natürlich gibt es Schulen, die sensationell gut sind im Einsatz von oder in der richtigen Einordnung und der Nutzung von Smartphones.

00:28:10: Und sie schaffen das auch, die Kinder dazu zu kriegen, sie genau so einzusetzen wie man das versehen will.

00:28:17: aber ich glaube die allermeisten Schulen schaffen's einfach nicht.

00:28:21: So habe ich den Eindruck dass wahrscheinlich jeden während wir hier sitzen gerade wieder in irgendeiner Gesamtlehrer Konferenz beschlossen wird das Smartphone zu verbieten, einfach weil man nicht anders kann.

00:28:35: Und weil das Verbot mal so eine Art erster Haltepunkt ist von dem aus man vielleicht wieder neu sich überlegen kann wie gehen wir damit um?

00:28:44: welche Öffnung erlauben wir an welcher Stelle?

00:28:46: wo sind sie die taktisch sinnvoll oder helfen dem Schulklima und so weiter?

00:28:50: Und daher muss ich sagen Ich habe größeres verständnis wenn der Schule sagt Wir müssen diese Notbremse einlegen.

00:28:56: und wer bin ich zu sagen ne ne dann habt ihr halt Habt ihr eure Ausaufgaben nicht gemacht?

00:29:00: Und andere können es doch auch und so.

00:29:01: Nein, die Folgen in manchen Schulen sind einfach so katastrophal, dass man sich damit

00:29:06: hilft.".

00:29:07: Jetzt umgehen wir ein bisschen der letzten Frage.

00:29:09: Sollten wir uns jetzt auf Landesebene verbieten?

00:29:11: Ja vielleicht entlastet das zu Schwulen weil sie eben nicht den Eltern als individuelle Entscheidung verkaufen müssen.

00:29:17: Ich würde gerne nochmal das Thema jetzt komplett wechseln, weil ich die Chance sehe.

00:29:24: Sie Herr Klett ... In Begriff eines Familienunternehmens.

00:29:31: Oder Familienunternehmen, die insbesondere hier die Region aber auch Baden-Württemberg prägen?

00:29:38: Wir haben auf Bundesebene im Moment eine Diskussion über die Erbschaftsteuer.

00:29:43: Wir haben andere Themen, die jetzt nicht nur Familienunternehmer sondern generell belasten Bürokratie.

00:29:50: Was würden Sie sagen sind dass ihr auch sehr international unterwegs sind.

00:29:56: Was sind unsere größten Probleme in genereller Art?

00:30:00: ist außerhalb ihres Kernbereichs Bildung?

00:30:04: Die größten Herausforderungen, die wir in den Griff bekommen müssen, damit wir weltbewerbsfähig bleiben.

00:30:09: Wenn ich mich jetzt entscheiden müsste zwischen verschiedenen Aspekten springt mich jetzt einer besonders an und das ist funktionierender Staat.

00:30:20: also ich halte mich jetzt mal von dem Spaß für Unternehmer vielleicht mal abgesehen von der Besteuerung vom Betriebsvermögen, da habe ich eine sehr klare Haltung und auch kritische Haltung gegenüber dem was sich jeder ein oder andere ausdenkt als Familienunternehmer.

00:30:33: Aber ich würde die Steuern jetzt mal beiseite tun in Deutschland hochsteuerland

00:30:36: usw.,

00:30:36: sondern zunächst einmal nur sagen funktionieren das Staat.

00:30:39: Ich glaube dass Unternehmerinnen, Unternehmer, Manager, leistungsfähige Unternehmen oder auch NGOs phänomenales leisten können, wenn der Staat um sie herum gut funktioniert.

00:30:54: Bürokratie gut funktioniert und ich sehe halt eben bei uns das angefangen von einer Baugenehmigung die wir hier brauchen, wenn wir hier in Stuttgart in wirklich großen Summen investieren oder für diesen Standort zu diesem Standort bekennen auf Dekaden und ich dann sehe wie schwer sich Staat da tut auf allen seinen Ebenen, dann würde ich sagen das wäre für mich der Akzent.

00:31:20: Also wie kann Politik dafür sorgen dass Bürokratie so funktioniert?

00:31:24: Dass wir die Bürger, wir die Unternehmen und alle anderen Akteure einfach unsere Ziele erreichen können und der Staat uns nicht eher im Weg steht

00:31:34: Geschwindigkeit, weniger Bürokratie und wahrscheinlich auch Digitalisierung.

00:31:38: Das wäre auch ein Punkt bei unserem Staat der zu funktionierenden Staaten für unzunierender Infrastruktur gehört?

00:31:45: Ja ich meine das ist.

00:31:48: wahrscheinlich muss man da auch wieder irgendein Realo da sein entwickeln.

00:31:51: Ich war in Estland, gab hier ja jetzt viele hin.

00:31:56: Esland hat wohl neulich gesagt, jetzt kann man sich sogar online scheiden lassen.

00:32:00: Den fällt einfach gar nichts mehr ein was sie überhaupt noch digitalisieren können und sind jetzt Muster-Schüler in Europa geworden für einen zumindest etwas Bürokratie und verlässliche Abläufe und Prozesse anbelangt Muster Schüler geworden.

00:32:13: Und gleichzeitig habe ich eine Ahnung davon warum wir in Deutschland nicht einfach dahin gehen können und sagen das laden wir uns mal runter und machen das selbst.

00:32:21: ja und es hat viel mit Red-Tape zu tun mit komplexen juristischen Konstrukten, die unser Land organisieren und die so gewachsen sind.

00:32:29: Und unterschiedlichen Zuständigkeiten und Gesetzgebungsverfahren usw.

00:32:33: Also ich sehe warum der Filz so eng und dicht gefilzt worden ist und bin ein bisschen ratlos wie man daraus kommt.

00:32:44: Denn dass wir ein Problem wenn nicht funktionierender Bürokratie haben und das Digitalisierung eine Lösung sein könnte Das wissen wir auch schon seit zehn Jahren.

00:32:55: Ich

00:32:55: kenne Beispiele aus der Justiz, wo man sagen muss ich mir tun viele Richterinnen und Richterleit die auf großen Rollwägen ihre Aktien her schieben müssen während ihrer die, wie sagt man da, delikamenten.

00:33:09: Ich weiß nicht auf jeden Fall, die Menschen mit denen sie auseinandersetzen müssen.

00:33:12: Statsanwaltschaft und der Angeklagte damit, die sich von Juristen vertreten lassen, die alle Technologien und Möglichkeiten in der Welt zur Hand haben auch alles Geld dafür also dass der Staat sozusagen eigentlich ins Hintertreffen gerät gegenüber seinen Bürgern wenn er seine Ziele erreichen soll.

00:33:32: aus mir spricht die Radlosigkeit.

00:33:33: ich glaube Ich wünsche mir ganz viel, ich sehe aktuell nicht wie wir daraus kommen.

00:33:39: Das ist ganz schön

00:33:41: entmutigend.".

00:33:48: Abschaffung von Berichts- und Dokumentationspflichten, also wirklich sehr weiten Ansätzen.

00:33:53: Jetzt bleibt zu hoffen, dass sie die dann auch umsetzen und Strahlkraft in den Bunde nach Europa entwickeln.

00:34:00: Das wäre glaube ich dann schon mal...

00:34:02: Hoffentlich tue ich das auch!

00:34:03: Genau, also ratlos wohl würd' ich sein.

00:34:06: Daran

00:34:06: auf optimistisch standen.

00:34:09: Und natürlich optimistischer?

00:34:10: Ja, ich wünschte ja.

00:34:11: unsere neuen Landesregierung.

00:34:13: damit alles Gute.

00:34:14: Ich glaube, dass da jetzt auch tolle Leute sind, die jetzt Gas geben können oder was reißen können.

00:34:23: Wir müssen mal schauen wie hart sich die Realitäten am Ende erweisen und in denen sie sich wiederfinden.

00:34:28: Aber natürlich habe ich größte Hoffnungen.

00:34:32: Vielleicht noch abschließen Sie haben Baugenehmigung gerade angesprochen.

00:34:35: Jetzt sind wir hier im Klettareal.

00:34:37: Und um uns rum wird sehr fleißig gebaut das Klett Areales Teil der E-Bad twenty seven und zwanzig.

00:34:44: Wird das fertig bis zum nächsten Jahr?

00:34:45: alles hier?

00:34:46: Wenn ich das wüsste.

00:34:48: Ich gehe fest davon aus, dass wir fertig werden und dass wir auch zu IBA fertig werden.

00:34:53: Das ist schon eine spezielle Nummer hier.

00:34:56: Mein Urgroßvater hat hier in den letzten Jahren eine kleine Druckerei erworben.

00:35:01: Und dann kam es nach und nach eine Gebäude dazu, der ganze Block zwischen Rote Bühlstraße, Hermannstraße oder Augustenstraße.

00:35:10: zu uns im Campus geworden sind.

00:35:12: Und da ist natürlich alles gewachsen und sie finden jede Form von Bausubstanz, auch alle möglichen Katastrophen die das ja hinter den Wänden oder unter den Estrichen usw.

00:35:22: finden.

00:35:24: und viele dieser Katastrophe haben wir jetzt schon erlebt.

00:35:26: und trotzdem steuern wir mit einem super guten Team dass hier grandioser Arbeit leistet auf unseren Abschlusstermin zu.

00:35:34: Ich gehe fest davon aus, dass wir hier bald wieder achthundert Mitarbeiterinnen und Mitarbeiter BH bergen können die sich heute woanders aufhalten müssen.

00:35:42: Und das wird super gut!

00:35:44: Also was man sieht scheint supergut diese alten Ziegelstein Gebäude.

00:35:51: Das ist auch alles erhalten.

00:35:52: also darauf meine ich haben sie auch geachtet dass es auch insofern nachhaltig ist ökologisch

00:35:58: sogar nicht nur so dass wir im Bestand bauen quasi alles, was erhaltenswert und würdig ist erhalten.

00:36:04: Sondern sogar mit alten Steinen neu bauen.

00:36:06: also das was sie hier anlacht wenn Sie hier reinkommen sind tatsächlich Gebäudeteile die angestückt werden an die bestehenden alten Industriebauten aus dem spätten Jahrhundert Aus alten stein.

00:36:17: wir haben zwei hundert vierzig tausend Steine gelbe Backsteine im Reisformat in Mannheim gekauft.

00:36:24: Reis Format ist das damalige Format der Stein etwas eleganter, etwas länger schmaler und die werden neu aufgemauert.

00:36:31: Und ich habe mir sagen lassen, die Mauer waren doppelt so schnell wie erwartet wohl auch weil sie ihnen so Spaß gemacht hat mit den Altmaßsteinen neue Gebäudeteile hochzuziehen.

00:36:40: ja wir versuchen so ökologisch nachhaltig zu sein wie es nur geht bis zur weitläufigen Entsiegelung von Flächen also dort wo bis vor kurzem hier noch ein großes nicht-so-schönes nicht-zuerhaltenswertes Gebäudesstand entsteht ein Park im Herzen unseres Campus.

00:36:57: Ich hoffe, sie kommen und gucken sich's dann an.

00:37:00: Schauen Sie sich die sixty- acht Bäume an, die wir da pflanzen werden?

00:37:02: Werden wir definitiv machen!

00:37:04: Ja auf jeden Fall.

00:37:05: Und wenn es die Teil der Iber ist, sind das auch zugänglich für die Öffentlichkeit?

00:37:11: Zumindest in gewissen Momenten?

00:37:12: Ja

00:37:13: natürlich.

00:37:14: Das hätte ich nicht gewollt und die Iber natürlich auch nicht.

00:37:17: Wir werden alles tun was möglich ist damit sich die interessierte Öffentlichkeitssicht aus in Ruhe angucken kann.

00:37:23: Herr Klett vielen Dank

00:37:24: gerne.

00:37:25: Vielen Dank auch meinerseits.

00:37:27: War ein tolles Gespräch, vielen Dank!

00:37:30: Das war schon wieder mit onehundertundsechzig K. Mittlerweile in der fünften Folge.

00:37:34: hört also gerne mal auch in die anderen Episoden rein.

00:37:36: unter anderem waren wir bei Trittschlein der Stuttgarter Innenstadt am Stuttgerder Flughafen bei Sika Deutschland und auch im Jazzclub Bix.

00:37:43: das waren wirklich total spannende Einblicke.

00:37:46: Susanne sag mal was nimmst du aus dem Gespräch heute mit David Klett?

00:37:49: Einmal dass bei Familienunternehmen immer das Unternehmen mit am Estisch sitzt.

00:37:54: Zum anderen, dass wir enorme Herausforderungen in unserem Bildungssektor haben und das KI dort auch eine große Chance bietet.

00:38:02: Wenn es euch gefallen hat, gerne kommentieren, abonnieren und teilen.

00:38:05: Schaut bei Instagram vorbei at ihkunterstrich-region unterstrich stuttgart.

00:38:11: Danke dir!

00:38:12: Und danke euch, dass ihr dabei wart.

00:38:13: Bis

00:38:15: zum nächsten Mal.

00:38:16: Echte Nähe, echte Gespräche, echten Wirtschafts hier aus der Region Stuttgart immer am fünfundzwanzigsten jeden Monats, überall da wo es Podcasts gibt

00:38:29: mit Susanne Herrre

00:38:31: und Martin Hoffmann.

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